sagen:sagenbuchlausitzi-314
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| + | ====== Der Hungerbrunnen bei Olbersdorf ====== | ||
| + | Moraweck im Oberlaus. Journ. 1851, Okt. S. 167. | ||
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| + | An der sogenannten alten Leipa' | ||
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| + | Die Sage erzählt, bei einer großen Hungersnoth (im Jahre 1539) sei eine fromme Mutter aus [[geo: | ||
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| + | //1. Das Bildwerk vereinigt gar schön die drei Symbole der Fruchtbarkeit: | ||
| + | Der Engel war wohl ein christianisirter Brunnengeist, | ||
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| + | //2. Mehrfache Ueberlieferungen bestätigen, | ||
| + | Die deutsche Göttin Ostara, für deren Verehrung bei den Göttersagen und in den Legenden noch einige Spuren nachgewiesen sind, diese Frühlings- (und Liebes-) Göttin der alten Deutschen hatte einen ausgebreiteten Quellenfultus. | ||
| + | Am Ostermorgen holen die Mägde das sogenannte „stille Osterwasser“. In der Wende läuft am Ostermorgen die ganze Jugend im Dorfe umher und jeder Begegnende wird mit Wasser begossen und besprützt. Dies geschieht auch mit dem Vieh in den Ställen. In der Quelle am Sybillensteine badete sich Mann, Weib, Kind und Vieh (S. No. 15.)// | ||
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| + | //3. Im katholischen Mittelalter wusch man zu Ostern (am grünen Donnerstage) die Altäre. Nicht nur das Kerzenfeuer, | ||
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| + | //4. Wenn die wendische Braut von der Trauung nach Hause kommt, geht sie in den Kuhstall und stößt dort eine mit Wasser gefüllte Kanne mit dem Fuße um. – Ehe die Brautleute zu Bette gehen, nehmen sie einen frischen Trunk Wasser (nach alter auch schlesischer Sitte ein auch bei gerichtlichen Verhandlungen gebräuchlich gewesenes Symbol „angelobter Treue“). (S. Worbs: Neues Archiv S. 94.)// | ||
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| + | //5. Das wendische Begräbnis bringt auch einen Beitrag zum Wasserkultus. In Geislitz bei Hoyerswerda nehmen die Leichenbegleiter ihren Rückweg vom Kirchhofe stets durch ein fließendes Wasser. Diese Sitte wird so streng innegehalten, | ||
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