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sagen:sagenbuchlausitzi-306

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-Bei Lichtenberg, am Wege nach [[geo:Neukretscham]], ist ein jetzt fast versumpfter [[typ:Brunnen]], der heißt der Brautbrunnen. Das hat aber folgende Bewandtniß. Vor langer, langer Zeit, wie noch Neukretscham zu Lichtenberg eingepfarrt gewesen, ist einmal ein [[typ:Brautpaar]] von da herüber in die Kirche gekommen und hat sich trauen lassen. Es war ein großer und lustiger Hochzeitszug. Aber er nahm ein Ende mit Schrecken; denn auf der Heimfahrt fiel der [[typ:Wagen]] um, darinnen Braut und Bräutigam saßen, und sie fielen heraus und in den Brunnen hinein und sind da Beide in treuer [[typ:Liebe]] [[typ:ertrinken|gestorben]]. Der Brunnen war so tief und man konnte sie nicht wieder herausholen. Nur der Brautkranz schwamm oben auf den Wellen. +Bei Lichtenberg, am Wege nach [[geo:Neukretscham]], ist ein jetzt fast versumpfter Brunnen, der heißt der Brautbrunnen. Das hat aber folgende Bewandtniß. Vor langer, langer Zeit, wie noch Neukretscham zu Lichtenberg eingepfarrt gewesen, ist einmal ein Brautpaar von da herüber in die Kirche gekommen und hat sich trauen lassen. Es war ein großer und lustiger Hochzeitszug. Aber er nahm ein Ende mit Schrecken; denn auf der Heimfahrt fiel der Wagen um, darinnen Braut und Bräutigam saßen, und sie fielen heraus und in den Brunnen hinein und sind da Beide in treuer Liebe gestorben. Der Brunnen war so tief und man konnte sie nicht wieder herausholen. Nur der Brautkranz schwamm oben auf den Wellen. 
  
-Und danach heißt der [[typ:quelle|Born]] bis auf den heutigen Tag der Brautbrunnen, und welche [[typ:Braut]] eine reine [[typ:jungfrau|Jungfer]] ist, die kann den Kranz noch heute ganz deutlich auf dem Grunde des Wassers erblicken, hat sie aber ihr eigenes [[typ:kranz|Kränzlein]] verloren, so ist ihr auch der Brunnenkranz nicht sichtbar. Daher führen die Burschen des Dorfes ihre Bräute zu dem Quell, um ihre Reinheit zu erproben. Es soll aber noch nicht vorgekommen sein, daß eine den Kranz nicht gesehen hätte. Wenigstens haben sie's immer gesagt.+Und danach heißt der Born bis auf den heutigen Tag der Brautbrunnen, und welche Braut eine reine Jungfer ist, die kann den Kranz noch heute ganz deutlich auf dem Grunde des Wassers erblicken, hat sie aber ihr eigenes Kränzlein verloren, so ist ihr auch der Brunnenkranz nicht sichtbar. Daher führen die Burschen des Dorfes ihre Bräute zu dem Quell, um ihre Reinheit zu erproben. Es soll aber noch nicht vorgekommen sein, daß eine den Kranz nicht gesehen hätte. Wenigstens haben sie's immer gesagt.
  
 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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-{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz niederschlesien Neukretscham brunnen brautpaar kranz hochzeit wagen ertrinken jungfrau braut wundersagen}}+{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz niederschlesien Neukretscham brunnen brautpaar kranz hochzeit wagen ertrinken jungfrau braut wundersagen v2}}
sagen/sagenbuchlausitzi-306.1674636983.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)