sagen:sagenbuchlausitzi-290
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| + | ====== Der Schatz auf dem Oybin ====== | ||
| + | Gräve, S. 33. | ||
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| + | Unter den Trümmern der Burgruine auf dem [[region: | ||
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| + | //1. Diese Schatzsagen könnten ins Unendliche vermehrt werden. Wo liegen schließlich nicht vergrabene Schätze? Meistens stehen sie in Verbindung mit Sagen von alten Burgen, Schlössern; | ||
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| + | //2. Zum Schluß dieser Reihe als Kuriosum eine selbsterlebte moderne Schatzgeschichte. In einem Dorfe bei Görlitz ist ein großer Pfarrhof mit einem kleinen Gedinge häuschen. Dort hatte der Pastor, der ein ächter Menschenfreund war, einer armen Wittwe Herberge und Unterkommen gegeben. Die Frau war herrnhutisch erzogen und hatte manches Seltsame, aber ihre halberwachsene Tochter Amalie war ein ganz eigenthümliches Geschöpf. Sie träumte immer, was zu gleicher Zeit oder bald nachher begegnete, hörte sich manchmal beim Namen rufen, während alle Anwesenden nichts vernahmen, wurde zu Zeiten mitten auf freiem Felde wie von unsichtbaren Händen fest gehalten, so daß sie nicht von der Stelle konnte, schlich für gewöhnlich krank und blaß umher und hatte überhaupt ein so unheimliches Wesen, daß sich die Kinder im Dorfe vor ihr fürchteten. Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie förmlich hellsehend und nachtwandelnd. Da träumte ihr einmal, sie würde von einem grauen Männchen an der Hand genommen und in das Kirchgäßchen geführt. Dort zeigte ihr der Geist einen unter der Erde eingemauerten Schatz, der aus einer goldenen Kette und alten Münzen bestand. Sie erzählte den Traum ihrer Freundin, der im gleichem Alter stehenden jüngsten Tochter des Pastors. Beide verabredeten das tiefste Stillschweigen, | ||
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