sagen:sagenbuchlausitzi-273
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| - | Zu Ende des 15. Jahrhunderts lebte zu [[geo: | + | Zu Ende des 15. Jahrhunderts lebte zu Budissin ein armer [[lex: |
| - | Der Abend war schon hereingebrochen und am Himmel glänzten die Sterne und in den Häusern, wo er vorüber kam, die lieben Weihnachtsbäume. Aber als er in die Nähe des Krischaer Wäldchens kam, da glänzten auch zwischen den Bäumen viele hundert Lichter und er wußte nicht, was das bedeuten sollte. | + | Der Abend war schon hereingebrochen und am Himmel glänzten die Sterne und in den Häusern, wo er vorüber kam, die lieben Weihnachtsbäume. Aber als er in die Nähe des Krischaer Wäldchens kam, da glänzten auch zwischen den Bäumen viele hundert Lichter und er wußte nicht, was das bedeuten sollte. Aengstlich und neugierig blieb er stehen, betete ein Vaterunser und getraute sich endlich auf das Gebüsch zuzugehen. Und da trat ihm auch schon ein kleines vier Spannen langes Männchen entgegen, das war ganz weiß angezogen und das größte an ihm war der Bart, den hatte das putzige Männlein zwischen den Beinen durchgezogen und auch noch hinten durch seinen großen runden Hut hindurch gesteckt. Und der Strumpfwirker wußte nicht, ob er über ihn lachen oder sich vor ihm fürchten sollte. Aber das weiße Männlein redete ihn gleich an und sprach mit einer feinen Stimme, daß es wie eine Flöte klang: Fürchte Dich nur nicht, sondern folge mir nach, es soll Dein Glück sein. Und da führte es ihn in die niedrigen Fichten hinein und die waren erleuchtet mit vielen hundert Lampen und hingen ganz voll Aepfel, Birnen, Nüsse und Pfefferkuchen, |
| - | Das Männlein lächelte zufrieden und der Glückliche ging seines Wegs voller Freude und [[typ:dank|Dankbarkeit]]. Aber als er in die Nähe der Stadt kam, da dünkte ihm der [[typ:Sack]] zu schwer, daß er gar nicht mehr wußte, wie er ihn erschleppen sollte und – so leid's ihm war, er mußte ein Paar große Pfefferkuchenmänner herausnehmen und auf den Weg legen. Es ging nicht mehr und der Sack ward immer schwerer und er war froh, als er endlich zu den Seinigen in die Stube trat. Jetzt kommt' | + | Das Männlein lächelte zufrieden und der Glückliche ging seines Wegs voller Freude und Dankbarkeit. Aber als er in die Nähe der Stadt kam, da dünkte ihm der Sack zu schwer, daß er gar nicht mehr wußte, wie er ihn erschleppen sollte und – so leid's ihm war, er mußte ein Paar große Pfefferkuchenmänner herausnehmen und auf den Weg legen. Es ging nicht mehr und der Sack ward immer schwerer und er war froh, als er endlich zu den Seinigen in die Stube trat. Jetzt kommt' |
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