sagen:sagenbuchlausitzi-246b
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| + | ====== Das Zauberschloß auf dem Stromberge ====== | ||
| + | Büsching II. 206. L. Mag. 1838 S. 283. | ||
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| + | Zu gewissen Zeiten war auf dem [[region: | ||
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| + | Vor langer, langer Zeit war einst ein Schuhmacher aus [[geo: | ||
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| + | Einer saß an einem Tische und schrieb eifrig, was ihm ein anderer, der mit verschlungenen Armen auf- und abging, in die Feder zu sagen schien. Letzterer redete den Schuhmacher in einem rauhen Tone an und fragte ihn mit kurzen Worten, was er wolle. Dieser erzählte nun seine Geschichte und trug ihm sein Anliegen vor, erhielt aber für jetzt blos die Antwort von ihm, daß er es sich vor der Hand gefallen lassen müsse, drei Tage und drei Nächte bei ihnen zu bleiben, und daß es ihm überlassen bleiben solle, sich selbst die Arbeit zu erwählen, die er während dieser Zeit bei ihnen verrichten wolle. | ||
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| + | Der Schuhmacher aber, der so wenig zu dem einen als zu dem andern Lust bezeigte, konnte sich zu keiner bestimmten Arbeit entschließen; | ||
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| + | Endlich am Abende des dritten Tages entließen ihn jene beiden Herren seiner Arbeit wieder, gaben ihm nach seinem Wunsche eine [[typ: | ||
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| + | Auf vieles Zureden und Bitten endlich empfing er nicht mehr und nicht weniger als – einen [[lex: | ||
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| + | Hiermit zufrieden, verwahrte der Schuster diesen Dreier sorgfältig, | ||
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| + | Endlich aus dem Schlafe erweckt erschien diese, prallte aber mit einem lauten Schrei des Entsetzens zurück, als sie in dem Ankommenden ihren Mann erkannte, den sie schon längst für todt gehalten hatte. Denn anstatt daß er blos drei Tage weggewesen zu sein glaubte, war er nicht weniger als ein ganzes Jahr weggewesen, und in seiner Heimath hatte man angenommen, er müsse verunglückt sein, da er von dem damaligen Weißenberger Markte nicht zurückgekommen war. | ||
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| + | Da er seinen Gedanken nach gar nicht lange abwesend geblieben, so war er mit der alten Ordnung der Dinge bald wieder vertraut, nur mit dem Unterschiede, | ||
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