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sagen:sagenbuchlausitzi-235

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     Akten der Naturforsch. Gesellsch. zu Görlitz, Sektion für Alterthümer No. 103. Msc.     Akten der Naturforsch. Gesellsch. zu Görlitz, Sektion für Alterthümer No. 103. Msc.
  
-In [[geo:Wittichenau]] war eine [[typ:jungfrau|Jungfer]], die wollte gern erfahren, wie ihr Zukünftiger aussehen würde. Um ihre [[typ:Neugier]] zu befriedigen, machte sie Folgendes:+In [[geo:Wittichenau]] war eine Jungfer, die wollte gern erfahren, wie ihr Zukünftiger aussehen würde. Um ihre Neugier zu befriedigen, machte sie Folgendes:
  
-Am heiligen [[zeit:weihnachten|Weihnachtsabende]] deckte sie in ihrer Kammer einen [[typ:Tisch]] und setzte Essen zurecht, aber ohne [[typ:Messer]] und [[typ:Gabel]] hinzulegen. Um [[zeit:Mitternacht]] that sich die Thüre auf, ein schmucker Bursch trat herein, setzte sich zu Tische, zog Messer und Gabel hervor und fing an zu essen. Als er fertig war, ging er ebenso stumm und gespenstig, wie er gekommen war, von dannen. Sein Messer und Gabel aber ließ er zurück. Das Mädchen freute sich über den schönen [[typ:Bräutigam]], vergaß aber Messer und Gabel auf das Flußwasser zu tragen, und steckte sie in ihre Lade. +Am heiligen [[zeit:weihnachten|Weihnachtsabende]] deckte sie in ihrer Kammer einen Tisch und setzte Essen zurecht, aber ohne Messer und Gabel hinzulegen. Um Mitternacht that sich die Thüre auf, ein schmucker Bursch trat herein, setzte sich zu Tische, zog Messer und Gabel hervor und fing an zu essen. Als er fertig war, ging er ebenso stumm und gespenstig, wie er gekommen war, von dannen. Sein Messer und Gabel aber ließ er zurück. Das Mädchen freute sich über den schönen Bräutigam, vergaß aber Messer und Gabel auf das Flußwasser zu tragen, und steckte sie in ihre Lade. 
  
-Viele Jahre darauf nach der [[typ:Hochzeit]] kommt endlich der Mann einmal zufällig über die Lade, findet das Messer darin und fragt ganz hastig: Wo hast Du das Messer her? Nun, spricht sie, weißt Du nicht mehr, wie Du am heiligen Abende bei mir gegessen hast und Messer und Gabel liegen ließest. Was? ruft er aus, bist Dus, die mich damals so geplagt hat? Nimmt das Messer und sticht es ihr durchs Herz.+Viele Jahre darauf nach der Hochzeit kommt endlich der Mann einmal zufällig über die Lade, findet das Messer darin und fragt ganz hastig: Wo hast Du das Messer her? Nun, spricht sie, weißt Du nicht mehr, wie Du am heiligen Abende bei mir gegessen hast und Messer und Gabel liegen ließest. Was? ruft er aus, bist Dus, die mich damals so geplagt hat? Nimmt das Messer und sticht es ihr durchs Herz.
  
 //Anmerkungen: Aehnliche Zauberei wird noch heute vielfach am Andreasabende, in der Weihmacht oder zu Sylvester von dem Mägden getrieben, besonders aber zu Weihnacht. Am Andreasabende legt die Neugierige einige Körner Hafer mit einigen Körnern Lein vermischt in ihr Bett und in alle vier Winkel der Kammer. Dazu spricht sie:// //Anmerkungen: Aehnliche Zauberei wird noch heute vielfach am Andreasabende, in der Weihmacht oder zu Sylvester von dem Mägden getrieben, besonders aber zu Weihnacht. Am Andreasabende legt die Neugierige einige Körner Hafer mit einigen Körnern Lein vermischt in ihr Bett und in alle vier Winkel der Kammer. Dazu spricht sie://
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 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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sagen/sagenbuchlausitzi-235.1673857746.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)