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sagen:sagenbuchlausitzi-221

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     Grässe No. 157. u. No. 735.     Grässe No. 157. u. No. 735.
  
-Zu [[geo:schmöllnoberlausitz|Schmölln]] geht der Pelzmann, eine Männergestalt in einen dicken Pelz gewickelt – vornehmlich um die Weihnachtszeit – im Dorfe umher; er neckt wie ein [[wesen:Kobold]] die Leute durch unschädlichen Spuk]], klopft an die Fenster, erschreckt den spät Nachhausegehenden und warnt besonders die Leute vor einer drohenden Gefahr. Da heißt es, der Pelzmann geht um, der Pelzmann hat sich gezeigt.+Zu [[geo:schmöllnoberlausitz|Schmölln]] geht der Pelzmann, eine Männergestalt in einen dicken Pelz gewickelt – vornehmlich um die Weihnachtszeit – im Dorfe umher; er neckt wie ein [[wesen:Kobold]] die Leute durch unschädlichen Spuk, klopft an die Fenster, erschreckt den spät Nachhausegehenden und warnt besonders die Leute vor einer drohenden Gefahr. Da heißt es, der Pelzmann geht um, der Pelzmann hat sich gezeigt.
  
 Dieser Pelzmann war im Leben ein [[vip:karlheinrichvongruenau|Herr von Grünau]], der lange Zeit am Hofe des [[vip:johanngeorgi|Churfürsten Johann Georg I.]]((Anmerkung Sagenwiki: an anderer Stelle beschrieben und dem Datum nach passender war dies Johann Georg III:)) Leibpage war. Das Volk erzählt sich von ihm allerhand seltsame Geschichten. Das sogenannte Pagen bette auf der Festung Königsstein hat von ihm den Namen. Denn als er im Jahre 1675 mit seinem fürstlichen Herrn auf der damals sogenannten Christiansburg gespeist und tapfer gezecht hatte, kroch er im Rausch durch eine Schießscharte und legte sich am steilen Abhange des Felsens hin um seinen Rausch auszuschlafen. So fand man ihn früh Morgens. Der Churfürst ward gerufen, ließ Stricke um den hart am Abgrunde ruhig Schlafenden legen, und ihn sodann durch Trompetengeschmetter und Paukenschall aufwecken.  Dieser Pelzmann war im Leben ein [[vip:karlheinrichvongruenau|Herr von Grünau]], der lange Zeit am Hofe des [[vip:johanngeorgi|Churfürsten Johann Georg I.]]((Anmerkung Sagenwiki: an anderer Stelle beschrieben und dem Datum nach passender war dies Johann Georg III:)) Leibpage war. Das Volk erzählt sich von ihm allerhand seltsame Geschichten. Das sogenannte Pagen bette auf der Festung Königsstein hat von ihm den Namen. Denn als er im Jahre 1675 mit seinem fürstlichen Herrn auf der damals sogenannten Christiansburg gespeist und tapfer gezecht hatte, kroch er im Rausch durch eine Schießscharte und legte sich am steilen Abhange des Felsens hin um seinen Rausch auszuschlafen. So fand man ihn früh Morgens. Der Churfürst ward gerufen, ließ Stricke um den hart am Abgrunde ruhig Schlafenden legen, und ihn sodann durch Trompetengeschmetter und Paukenschall aufwecken. 
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