sagen:sagenbuchlausitzi-220
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| + | ====== Martin Pumphut ====== | ||
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| + | Sein Name rührt her von einem großen spitzen Hut, den er zu tragen pflegte und der ihn überall kenntlich machte. Manche nannten ihn auch Graumännchen, | ||
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| + | Martin Pumphut ist geboren in dem kleinen Dörfchen [[geo: | ||
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| + | Als er sechs Jahr alt war, zog eine Zigeunerbande durch das Dorf. Eine [[volk: | ||
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| + | Der Knabe wuchs nun heran, lernte außer seiner [[volk: | ||
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| + | Als er erwachsen war, lernte er die Müllerprofession und führte von nun an ein lustiges Wanderleben, | ||
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| + | Zu seinen übernatürlichen Künsten gehörte, daß er auf papiernen Kähnen die Flüsse passierte; [[region: | ||
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| + | Zu Heiligenbeil schleuderte er seine Axt an den Kirchturm, wo sie noch heute zu sehen ist. | ||
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| + | Den Müllern, die ihm das übliche Geschenk verkürzten oder verweigerten, | ||
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| + | Einst wandert er ermüdet auf der Landstraße einher. Da kommt ein [[lex: | ||
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| + | Lange Zeit hielt er sich beim General [[vip: | ||
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| + | Uebrignes soll Martin Pumphut auch früher schon zu [[geo: | ||
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| + | //1. In der Lausitz spielen Mühlen und Müller eine auffallend bedeutende Rolle. Sie kommen wiederholt mit Nixen und Schlangen und vor Allem mit dem Teufel in Berührung. Ist es nur die hervorragende Stellung, die auf dem Lande der Müller und die Mühe, die oft ein halbes Gasthaus ist, einnehmen? Mahlen hat eine mystische, erotische Bedeutung. Bei Theocrit ist uv/og = membrunn femininum. Am Feste der jungfräulichen Vesta standen in Rom alle Mühlen still. (Ovid. Fast. 6, 310.) Apollo und Zeus führen den Beinamen uv/avg. – Die wendische Braut muß, während sie von ihren Freundinnen zur Hochzeit geschmückt wird, auf einem Mehlfasse sitzen. Werden die Müller vielleicht als Wasserpriester betrachtet?// | ||
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| + | //2. Der Ofentopf wird wiederholt zum Zauberkessel (s. No. 218. u. 219.). Er giebt auch Orakel. Mädchen ziehen sich am Weihnachtsabende nackend aus und lauschen am Ofentopfe. Das Geräusch, das sie darin hören, je nachdem es dem Hämmern, Sägen u. s. w. gleicht, ist prophetisch für den Stand des Zukünftigen. Dies ist ein Ueberrest vom heidmischen Feuerkultus. Es wird vor dem Ofen geknieet, es wird ihm geopfert, wie einst dem Moloch. (Daumer, die Geheimnisse des christl. Alterthums 1847 I. 19. Grimm, Mythol. l. S. 298.) In einem altdeutschen Lustspiele heißt es: Kommt, wir wollen vor dem Ofen knieen, vielleicht erhören die Götter unser Gebet. Andere Beispiele vom Ofenkultus bei Friedrich, Symbol. u. Mythol. der Natur S. 85. Bekannt ist der Ofen als Hexenweg. | ||
| + | Ueber die Schlange in der Wiege, die hier die Rolle eines Wechselbalgs spielt, vergl. No. 82. u. N. L. Mag. 1860, Schlangensagen. Der Hut ist wie der des Fortunatus mehr als eine bloße Nebelkappe.// | ||
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sagen/sagenbuchlausitzi-220.1673597027.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
