sagen:sagenbuchlausitzi-198
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| - | ====== Das Abentener des Fähndrich' | + | ====== Das Abentener des Fähndrich' |
| Gräve, S. 180. | Gräve, S. 180. | ||
| - | Es war im Jahre 1706. Karl XII. von Schweden hielt seinen siegreichen Durchzug durch [[land: | + | Es war im Jahre 1706. [[vip: |
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| Aber als er den Becher, der von reinem Silber und stark vergoldet war, näher untersucht, da findet er, daß derselbe das Sinclairesche Wappen trägt und liest mit Schrecken auf einem am Fuße des Bechers befindlichen Pergamentzettel die Worte: „Vaeh tibi, cruenta morte misere peribis 1739.“ Wehe Dir, Du wirst im Jahre 1739 elendiglich eines blutigen Todes sterben. Jetzt erkannte Sinclaire, daß der Geist eines Ahnen aus des großen Gustav Heere ihn, seinen Enkel, vor seinem traurigen Tode hatte warnen wollen. | Aber als er den Becher, der von reinem Silber und stark vergoldet war, näher untersucht, da findet er, daß derselbe das Sinclairesche Wappen trägt und liest mit Schrecken auf einem am Fuße des Bechers befindlichen Pergamentzettel die Worte: „Vaeh tibi, cruenta morte misere peribis 1739.“ Wehe Dir, Du wirst im Jahre 1739 elendiglich eines blutigen Todes sterben. Jetzt erkannte Sinclaire, daß der Geist eines Ahnen aus des großen Gustav Heere ihn, seinen Enkel, vor seinem traurigen Tode hatte warnen wollen. | ||
| - | Der Krieg war längst beendigt, Karl XII. hatte seinen Tod vor Friedrichshall gefunden und der nunmehr zum Major beförderte Malcolm Sinclaire lebte friedlich am Hofe zu Stockholm. Das Jahr 1739 kam heran. Da erhielt eines Tages Sinclaire von der schwedischen Regierung den Auftrag, einen Subsidientraktat mit der Pforte abzuschließen und die Schuldscheine des verstorbenen Königs in Empfang zu nehmen. Auf der Rückreise von Konstantinopel mußte er wiederum die [[region:Niederlausitz]] passiren, wo ihm einst jene unheimliche Prophezeihung geworden war. Da ward er am 17. Juni des Jahres 1739 zwischen [[geo: | + | Der Krieg war längst beendigt, Karl XII. hatte seinen Tod vor Friedrichshall gefunden und der nunmehr zum Major beförderte Malcolm Sinclaire lebte friedlich am Hofe zu Stockholm. Das Jahr 1739 kam heran. Da erhielt eines Tages Sinclaire von der schwedischen Regierung den Auftrag, einen Subsidientraktat mit der Pforte abzuschließen und die Schuldscheine des verstorbenen Königs in Empfang zu nehmen. Auf der Rückreise von Konstantinopel mußte er wiederum die Niederlausitz passiren, wo ihm einst jene unheimliche Prophezeihung geworden war. Da ward er am 17. Juni des Jahres 1739 zwischen [[geo: |
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