sagen:sagenbuchlausitzi-177
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| + | ====== Der schwarze Hund in Görlitz ====== | ||
| + | Mündlich. Akten der Naturforsch. Gesellschaft, | ||
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| + | Wegen dieses Hundes ließen die Stadtsoldaten am Frauenthore allemal in der Weihnachtsnacht das Pförtchen auf, weil sie sich fürchteten, | ||
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| + | Es war ein sehr stürmischer Weihnachtsabend. Die andern Soldaten blieben in der Wachtstube, er aber schloß sorgfältig die Pforte und stellte sich mit aufgestecktem Bajonett an der inneren Seite desselben auf. Kaum hatte es zwölf Uhr geschlagen, da kam der Hund groß, schwarz und zottig, und als er das Thor nicht geöffnet fand, schüttelte er sich zornig und machte so große feurige Augen, daß es erschrecklich anzusehen war. Plötzlich aber setzte er mit einem gewaltigen Sprunge über das hohe Gitter hinweg. Die Soldaten in der Wachtstube hörten ein furchtbares Schnauben und Poltern, dann war Alles still. Wie sie endlich hinaus gehen, finden sie ihren Kameraden leblos am Schilderhause. Seine Flinte aber war zusammen gedreht wie eine Schraube. Als der Soldat erwachte, erzählte er, was ihm begegnet. Er ist aber nicht wieder gesund geworden und schon nach drei Wochen gestorben. | ||
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