sagen:sagenbuchlausitzi-149
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:sagenbuchlausitzi-149 [2023/01/10 12:22] – ewusch | sagen:sagenbuchlausitzi-149 [2025/01/30 17:56] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| - | [[capitel: | + | **[[capitel: |
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
| Sammlung von Schön No. 68. Msc. | Sammlung von Schön No. 68. Msc. | ||
| - | Zum Mückenhainer Dominialbesitz gehört auch ein Hügel, welcher mit Fichten bewachsen ist. Dort ist es nicht geheuer. Allerhand | + | Zum [[geo: |
| - | Unterwegs bäumte sich der Sack in die Höhe, und nur durch seine schwarze Kunst brachte der Henker die Last von der Stelle. An dem Fichtenhügel an gekommen, stand er still. Da rufen die schon dahin verbannten Geister aus dem Hügel heraus: „Hier ist kein Platz mehr.“ Aber der Geisterbanner ruft: „Rückt zu“, und schüttet den Sack aus. Da springt der dreibeinige Hase um den Hügel herum, und noch heutzutage wollen ihn die Leute dort gesehen haben. | + | Auf Schloß Mückenhain residirte einst ein unbarmherziger Herr, dessen liebstes Vergnügen war es, die armen Thiere des Waldes grausam zu hetzen, und sie dann nicht etwa zu erlegen, sondern nur zu verwunden, daß sie lahm und verkrüppelt im Walde herum hinkten oder in der Wildniß aufs kläglichste verendeten. Bei einer solchen Jagd schoß er einst einem Hasen absichtlich den rechten Hinterlauf ab. Aber der leibhaftige Böse war es gewesen, der sich in die Gestalt des Hasen geworfen, und von Stund an verfolgte ihn nun der dreibeinige Hase Tag und Nacht mit herzzerreißendem Geschrei, bis er in Wahnsinn und Verzweiflung sich selbst erhenkte. Niemand wollte ihn abschneiden, |
| + | |||
| + | Unterwegs bäumte sich der Sack in die Höhe, und nur durch seine schwarze Kunst brachte der Henker die Last von der Stelle. An dem Fichtenhügel an gekommen, stand er still. Da rufen die schon dahin verbannten Geister aus dem Hügel heraus: „Hier ist kein Platz mehr.“ Aber der [[wesen: | ||
| // | // | ||
| - | Den kann man so hoch bestimmen, wie man will, er giebt, was man fordert. Um ihn nun zu betrügen, muß man eine ganz schwarze Katze in einem neuen Sacke bereit haben, der mit lindenem Bast und soviel Knoten als möglich zugebunden ist. Während nun der Teufel die Bastknoten aufzulösen sich abquält, muß man sich in die Kirche salviren und bis 1 Uhr daselbst bleiben. Hat er den Knoten gelöst und den Betrug gemerkt, ehe man die Kirche erreicht hat, so ist man verloren. | + | Den kann man so hoch bestimmen, wie man will, er giebt, was man fordert. Um ihn nun zu betrügen, muß man eine ganz schwarze Katze in einem neuen Sacke bereit haben, der mit lindenem Bast und soviel Knoten als möglich zugebunden ist. Während nun der Teufel die Bastknoten aufzulösen sich abquält, muß man sich in die Kirche salviren und bis 1 Uhr daselbst bleiben. Hat er den Knoten gelöst und den Betrug gemerkt, ehe man die Kirche erreicht hat, so ist man verloren. |
| - | Ein Bauer in Milow bei Rathenow hatte einen Kobold in Gestalt eines dreibeinigen Hasen (Kuhn, Märt. Sag. S. 55). Der Abt zu Echternach hieb einem Zauberer, der vom Teufel in einen Hasen verwandelt worden war, ein Bein ab. Seitdem spukt ums Kloster ein dreibeiniger Hase (Steffen, Luxemb. Sagen S. 175).// | + | |
| + | //Ein Bauer in Milow bei Rathenow hatte einen Kobold in Gestalt eines dreibeinigen Hasen (Kuhn, Märt. Sag. S. 55). Der Abt zu Echternach hieb einem Zauberer, der vom Teufel in einen Hasen verwandelt worden war, ein Bein ab. Seitdem spukt ums Kloster ein dreibeiniger Hase (Steffen, Luxemb. Sagen S. 175).// | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/sagenbuchlausitzi-149.1673349740.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
