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sagen:sagenbuchlausitzi-148

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-Zu [[geo:Kreckwitz]] residirte einst ein Herr [[familie:vonnostitz|von Nostitz]]; der war ein leidenschaftlicher [[typ:Jäger]] und hatte nichts so lieb, als Jagdgeschrei und Hörnerklang. In seinem Walde war ein wilder [[typ:Eber]], der ringsum die Gegend in Schrecken setzte, dem war er wohl auf der Spur, hatte ihn aber noch nicht erlegen können. Eines Nachts träumte ihm, er jage den Eber, aber der kehre sich um und tödte ihn mit seinen Hauern. Der Traum war so lebhaft, daß er die [[typ:Angst]] vor dem Eber nicht wieder los werden konnte, und ihm die [[typ:Jagd]] von Stund an verleidet wurde. Es fiel ihm daher wie ein Stein vom Herzen, als eines Tages seine Leute den Eber getödtet in den Schloßhof brachten. Freudig eilte er in den Schloßhof, besah den gewaltigen Keuler und die Hand auf den Zahn legend, der ihm im Traume so verderblich gewesen war, rief er lachend: Nun wirst du mir nichts mehr thun! Unversehens schlitzte er sich an dem scharfen Eberzahne die Hand, sie gerieth in Entzündung und nach drei Tagen war er todt. So ging der Traum doch in Erfüllung.+Zu [[geo:Kreckwitz]] residirte einst ein Herr [[familie:vonnostitz|von Nostitz]]; der war ein leidenschaftlicher Jäger und hatte nichts so lieb, als Jagdgeschrei und Hörnerklang. In seinem Walde war ein wilder Eber, der ringsum die Gegend in Schrecken setzte, dem war er wohl auf der Spur, hatte ihn aber noch nicht erlegen können. Eines Nachts träumte ihm, er jage den Eber, aber der kehre sich um und tödte ihn mit seinen Hauern. Der Traum war so lebhaft, daß er die Angst vor dem Eber nicht wieder los werden konnte, und ihm die Jagd von Stund an verleidet wurde. Es fiel ihm daher wie ein Stein vom Herzen, als eines Tages seine Leute den Eber getödtet in den Schloßhof brachten. Freudig eilte er in den Schloßhof, besah den gewaltigen Keuler und die Hand auf den Zahn legend, der ihm im Traume so verderblich gewesen war, rief er lachend: Nun wirst du mir nichts mehr thun! Unversehens schlitzte er sich an dem scharfen Eberzahne die Hand, sie gerieth in Entzündung und nach drei Tagen war er todt. So ging der Traum doch in Erfüllung.
  
 Seitdem läßt sich der Eber am Abende des [[zeit:hubertustag|St. Hubertustages]] sehen; sein Rachen haucht Flammen aus und wehe dem, der ihm begegnet. Der Eber würde ihn anfallen und sein Zahn ihn unfehlbar tödten. Seitdem läßt sich der Eber am Abende des [[zeit:hubertustag|St. Hubertustages]] sehen; sein Rachen haucht Flammen aus und wehe dem, der ihm begegnet. Der Eber würde ihn anfallen und sein Zahn ihn unfehlbar tödten.
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 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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-{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz vonNostitz Kreckwitz jäger eber spuksagen zahn hubertustag odin osiris}}+{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz vonNostitz Kreckwitz jäger eber spuksagen zahn hubertustag odin osiris v2}}
sagen/sagenbuchlausitzi-148.1673349171.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)