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sagen:sagenbucherzgebirge813

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 Die übrigen Prinzenräuber, Wilhelm von Mosen, Wilhelm von Schönfels und andere, welche den Prinzen Ernst mit sich führten, hatten versucht beim Pfarrherrn zu Hartenstein einzusprechen, allein der Pfarrherr war nicht daheim und sie konnten deshalb keine andere Zuflucht finden, als dass sie sich in dem Walde nahe bei der Mulde, über dem Schlosse Stein, in eine entlegene Höhle oder Steinkluft versteckten. Denn sie höreten den Sturmschlag und konnten aus dem Getümmel die Verfolgung wohl ermessen. Zu dem brach das Geschrei, dass Kunz und etliche seiner Reiter gefangen und der junge Prinz Albrecht erlöset wäre, geschwinde aus, welches sie meisterlich erkundeten, auch besorgeten, es möchte ihnen gleichfalls nicht anders gehen, denn die Pferde waren ihnen bereits abgejagt und guter Rat teuer. In solcher Gefahr vergaßen sie des gemachten Vergleichs und waren entschlossen, sich mit dem Prinzen auf kurfürstliche Gnade zu ergeben. Deswegen schickten sie einen vertrauten Boten zum Oberamtmann nach Zwickau, dem sie schrieben, sie bereueten ihre Tat und hätten den Prinzen unversehrt bei sich, wenn ihnen von dem Kurfürsten Sicherung ihres Lebens, ihrer Ehre und ihres Gutes zugesagt werde, so wollten sie den Prinzen ausliefern, wo nicht, so würden sie denselben zuerst und dann sich selbst töten. Der Oberamtmann Friedrich von Schönburg sicherte ihnen dies darauf bei seinen „adeligen Ehren und Treuen“ zu, und so lieferten sie den Prinzen am 11. Juli an denselben ab, der ihn dann seinen Eltern nach Chemnitz überbrachte. Die übrigen Prinzenräuber, Wilhelm von Mosen, Wilhelm von Schönfels und andere, welche den Prinzen Ernst mit sich führten, hatten versucht beim Pfarrherrn zu Hartenstein einzusprechen, allein der Pfarrherr war nicht daheim und sie konnten deshalb keine andere Zuflucht finden, als dass sie sich in dem Walde nahe bei der Mulde, über dem Schlosse Stein, in eine entlegene Höhle oder Steinkluft versteckten. Denn sie höreten den Sturmschlag und konnten aus dem Getümmel die Verfolgung wohl ermessen. Zu dem brach das Geschrei, dass Kunz und etliche seiner Reiter gefangen und der junge Prinz Albrecht erlöset wäre, geschwinde aus, welches sie meisterlich erkundeten, auch besorgeten, es möchte ihnen gleichfalls nicht anders gehen, denn die Pferde waren ihnen bereits abgejagt und guter Rat teuer. In solcher Gefahr vergaßen sie des gemachten Vergleichs und waren entschlossen, sich mit dem Prinzen auf kurfürstliche Gnade zu ergeben. Deswegen schickten sie einen vertrauten Boten zum Oberamtmann nach Zwickau, dem sie schrieben, sie bereueten ihre Tat und hätten den Prinzen unversehrt bei sich, wenn ihnen von dem Kurfürsten Sicherung ihres Lebens, ihrer Ehre und ihres Gutes zugesagt werde, so wollten sie den Prinzen ausliefern, wo nicht, so würden sie denselben zuerst und dann sich selbst töten. Der Oberamtmann Friedrich von Schönburg sicherte ihnen dies darauf bei seinen „adeligen Ehren und Treuen“ zu, und so lieferten sie den Prinzen am 11. Juli an denselben ab, der ihn dann seinen Eltern nach Chemnitz überbrachte.
  
-//Anmerkungen: In obiger Erzählung von der Befreiung der Prinzen und insbesondere des Prinzen Albert ist Geschichte mit Sage verbunden. Zunächst ist es sehr unwahrscheinlich, dass Kunz von Kauffungen in dem Walde bei Grünhain und in unmittelbarer Nähe der damaligen Grenze von Böhmen noch eine Rast hielt, während ringsum die Sturmglocken ertönten. Die Gefangennahme Kunzens war wohl nicht eine zufällige, sondern vielmehr ein Ergebnis planmäßiger Verfolgung. Gewiss ist aber, dass sich dabei der Köhler Schmidt durch besondere Tätigkeit auszeichnete und sich damit ein hervorragendes Verdienst um des Prinzen Befreiung erwarb. Die Altzeller Chronik erzählt, bei dem Kloster Grünhain sei Kunzen von ungefähr „ein arm Mann“ (der Köhler) begegnet, der zurückgelaufen sei und dem Abte zu Grünhain, was er gesehen, gemeldet habe, er habe auch andere Mitteilung gemacht, und so sei Kunz gefangen worden. Auch die gewöhnliche Erzählung von der kurfürstlichen Belohnung des Köhlers gehört zum Teil in das Gebiet der Sage. Urkundlich ist, dass ihm und darnach dem jedes maligen Ältesten seiner Nachkommen jährlich ein Scheffel Korn ausgesetzt wurde, unverbürgt ist das Geschenk mit dem sogenannten Trillergute in Eckersbach bei Zwickau. Der Köhler Schmidt, welcher in der Folge ebenso wie seine Nachkommen den Namen „Triller“ erhielt, weil er angeblich den Kunz tüchtig getrillt, d. h. geschlagen habe, mochte sich später am Hofe zu Altenburg aufhalten und daselbst ein sorgenfreies Leben führen. (S. Koith, Kunz von Kauffungen, Mitteilungen des Freiberger Altertumvereins, 13. H.)//+//Anmerkung: In obiger Erzählung von der Befreiung der Prinzen und insbesondere des Prinzen Albert ist Geschichte mit Sage verbunden. Zunächst ist es sehr unwahrscheinlich, dass Kunz von Kauffungen in dem Walde bei Grünhain und in unmittelbarer Nähe der damaligen Grenze von Böhmen noch eine Rast hielt, während ringsum die Sturmglocken ertönten. Die Gefangennahme Kunzens war wohl nicht eine zufällige, sondern vielmehr ein Ergebnis planmäßiger Verfolgung. Gewiss ist aber, dass sich dabei der Köhler Schmidt durch besondere Tätigkeit auszeichnete und sich damit ein hervorragendes Verdienst um des Prinzen Befreiung erwarb. Die Altzeller Chronik erzählt, bei dem Kloster Grünhain sei Kunzen von ungefähr „ein arm Mann“ (der Köhler) begegnet, der zurückgelaufen sei und dem Abte zu Grünhain, was er gesehen, gemeldet habe, er habe auch andere Mitteilung gemacht, und so sei Kunz gefangen worden. Auch die gewöhnliche Erzählung von der kurfürstlichen Belohnung des Köhlers gehört zum Teil in das Gebiet der Sage. Urkundlich ist, dass ihm und darnach dem jedes maligen Ältesten seiner Nachkommen jährlich ein Scheffel Korn ausgesetzt wurde, unverbürgt ist das Geschenk mit dem sogenannten Trillergute in Eckersbach bei Zwickau. Der Köhler Schmidt, welcher in der Folge ebenso wie seine Nachkommen den Namen „Triller“ erhielt, weil er angeblich den Kunz tüchtig getrillt, d. h. geschlagen habe, mochte sich später am Hofe zu Altenburg aufhalten und daselbst ein sorgenfreies Leben führen. (S. Koith, Kunz von Kauffungen, Mitteilungen des Freiberger Altertumvereins, 13. H.)//
  
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