sagen:sagenbucherzgebirge736
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| + | ====== Die Räuber auf dem Frauenstein ====== | ||
| + | Gießler, Sächs. Volkssagen, Stolpen o. I., S. 301. | ||
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| + | Es ist geschichtlich erwiesen, dass vor der Zerstörung des Schlosses Frauenstein im Jahre 1438 der Ritter Dietrich [[familie: | ||
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| + | Die kurfürstlichen Gesandten kamen an dem weit im Lande berüchtigten Räuberneste an, fanden aber das äußere Burgtor verschlossen und die Zugbrücke aufgezogen. Der Herold ließ den herkömmlichen Trompetenruf erschallen und verkündete darauf laut den Befehl des Kurfürsten: | ||
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| + | Wieder blies der Herold in die Trompete und erwartete, gegen das Tor vorreitend, eine Antwort. Dieselbe kam auch alsbald, aber in Gestalt eines starken Armbrustpfeiles, | ||
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| + | Der Kurfürst war über die Widersetzlichkeit Vitzthums in hohem Grade erzürnt und bot alsbald die Bürger der benachbarten Städte zum Zuge gegen das Schloss Frauenstein auf. Die Freiberger ließen auch nicht lange auf sich warten und schlossen sich dem kleinen Feldzuge um so lieber an, als ihnen durch die Räuber auf dem Frauenstein, | ||
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| + | Drei Tage hatte der Verurteilte Zeit, sich zum Abschied vorzubereiten. In den ersten Tagen des Dezembers 1438 strömten Hunderte aus der Umgebung Frauensteins nach der Stadt, um den einst gefürchteten Vitzthum hinrichten zu sehen. Dicht gedrängt stand die harrende Menge im Schlosshofe, | ||
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| + | Der Geist des hingerichteten Raubritters soll von Zeit zu Zeit noch immer in der Schlossruine umgehen und auch in den hinteren, nicht bewohnten Teilen des neuen Schlosses schon bemerkt worden sein. In der Nähe des Parkschlösschens lässt sich manchmal etwas „Graues“ sehen. | ||
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