sagen:sagenbucherzgebirge718
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| - | (Meltzer, Historia Schneebergensis, S. 1165.) | + | Ed. Gottwald in den Mitteilungen des K. S. Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer |
| + | Altertümer, 13. Heft, Dresden, 1863, S. 52. | ||
| + | Merkels Erdbeschr. von Kursachsen, 2. B., 1804, S. 52. W. Clauß, Führer durch das Weißeritzthal, | ||
| - | Zu der Kipper- und Wipperzeit, welche 1604 auf der Ostermesse in [[geo:Leipzig]] ihren Anfang nahm und 1623 ihren Höhepunkt erreichte, so dass ein ganzer | + | Einst gab der [[geo:höckendorf|Höckendorfer]] Bergbau, |
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| + | Die Herren | ||
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| + | Als man nun tief unter der Erde in wilder Lust geschwelgt und sogar mit silbernen Kugeln nach silbernen Kegeln geschoben habe, da sei von Bärwalde her ein furchtbares Gewitter aufgezogen und habe sich unter orkanähnlichem Sturme mit Wolkenbrüchen über das Tal der wilden Weißeritz entladen und der über sieben Ellen hoch anschwellende Fluss habe sich mit solcher Macht in das offen stehende Stollenmundloch der Edlen Krone gestürzt, dass der Ritter von Theler mit all´ seinen Gästen und Dienern da unten ertrunken und all´ kostbares Geschirr und zur Prunkschau aufgestelltes Silbererz verschüttet und verschwemmt worden sei. Seitdem ist der dortige Bergbau nie wieder recht in Gang gekommen, dass er aber einst schwunghaft betrieben worden, beweisen eine Menge Stollenmundlöcher, | ||
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| + | //Eine angebliche Urkunde erzählt, es seien von dem Stollenmundloche aus, vor welchem man die Küche errichtet, die Speisen auf silbernen Schüsseln in die Grube getragen worden, und die Aufwartung von den Bergleuten der Edlen Krone und anderer Werke geschehen. Bei dem Banket habe ein ganzes Chor Musikanten ausgespielt und der Überschuss der Grube, 35000 Taler in Silber, sei auf der Gasttafel zur Schau aufgestellt gewesen. „Als nun die Herren sich wohl bezecht und besoffen, | ||
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| + | //So sind denn in wenigen Minuten die sonst im ganzen Lande so sehr berühmten Bergwerke zu Grunde gegangen. Das Silber, das ganze Silberservice, | ||
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| + | //Auch diese Mitteilungen sind nur Sage, denn die zuverlässigsten sächsischen Geschichtsschreiber des 16. und 17. Jahrhunderts erwähnen nichts von dem Gastmahle. Historisch ist wohl nur die Vernichtung der Bergwerke durch einen Wolkenbruch am 25. August 1557. Wahrscheinlich hielten die Ritter von Theler bei den damaligen nur geringen Hülfsmitteln die Wiederherstellung der ersoffenen Gruben für unmöglich. Im Jahre 1565 verkaufte Benno von Theler Höckendorf mit dem Rechte des Bergwerks an den Kurfürsten August für 25000 meißnische Gulden. Bis in das 17. Jahrhundert müssen einzelne Zechen noch gangbar gewesen sein, spätere Bergbauversuche wurden hauptsächlich durch die Kriege im 17. und 18. Jahrhundert vereitelt, im gegenwärtigen Jahrhundert nahmen die Gesellschaften „Edle Krone“ und „Unverhofft Glück und Gottes Segen Erbstolln“ den dortigen Bergbau wieder in Angriff. (Sachsengrün, | ||
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sagen/sagenbucherzgebirge718.1674026874.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
