sagen:sagenbucherzgebirge640
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| + | ====== Wüstungen in der Herrschaft Glauchau ====== | ||
| + | (Dr. Herzog a. a. O., S. 83 und 94. Gumprecht, Lindenblätter von Oberlungwitz, | ||
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| + | I. Im sogenannten Hüttengrunde bei Hohenstein soll oberhalb der Hüttenmühle am Fuße des Queckenberges ein im Hussitenkriege verschwundenes Dorf Kirchberg gestanden haben, von dessen Kirche noch um die Mitte des 18. Jahrhunderts Spuren sichtbar gewesen sein sollen. Ebenso sah man zu dieser Zeit einen mit Steinen ausgemauerten und überdeckten Brunnen, welcher als Rest des Dorfes bezeichnet wurde. Durch dasselbe mag der älteste Weg von Abtei-Lungwitz nach Waldenburg geführt haben, denn er diente später den Bewohnern des an der Stelle des untergegangenen Dorfes Kirchberg nach und nach wieder entstandenen Anbaues, „der Hüttengrund“ genannt, zu ihrem ersten Kirchen- und Leichenwege nach Abtei-Lungwitz. | ||
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| + | II. Die am rechten Muldenufer zwischen Glauchau und Wernsdorf liegenden „Naundorf-Wiesen“ erinnern an das früher dort gelegene Dorf Naundorf, welches entweder schon in der Schönburgischen Familienfehde von 1348 oder im Hussitenkriege verwüstet wurde. Der untere Teil des Ortes blieb wüste, während der obere Teil unter dem Namen „Hölzel“ später wieder aufgebaut wurde. | ||
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| + | III. Ein Gebsdorf, Jäcksdorf oder Gäcksdorf, welches in Oberund Niedergäcksdorf eingeteilt wurde, lag am südlichen Fuße der Langenberger Höhe, in der Nähe des Kapellenberges, | ||
| + | einst Gäcksdorf stand, erkauft hatten, musste der Decem jährlich an den Pfarrer zu Pleisa entrichtet werden. Es soll gedachter Pfarrer vordem auch eine Predigt bei der Wüstenbrander Rainsäule jährlich bei Einnahme als Decem gehalten haben. | ||
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