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sagen:sagenbucherzgebirge621

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 +====== Die Wahrzeichen von Chemnitz ======
  
 +    Gräße, Sagenschatz d. K. Sachsen, Nr. 468.
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 +Als Wahrzeichen der Stadt [[geo:Chemnitz]] zeigte man sonst das Bächlein, welches mitten über den Markt floß, und den ausgehauenen weiblichen Kopf am Pfortenthor rechts bei dem äußern Eingange. Der Kopf sollte anzeigen, daß vor vielen hundert Jahren hier eine Nonne eingemauert oder hingerichtet ward, die einen unnatürlichen Frevel mit einem Hunde verübt hatte. Nach anderen hätte sie als Strafe fünf Mauertürme vom Nikolaithore bis zur Pforte erbauen müssen; nach einer andern Sage wäre es eine vornehme Chemnitzerin, namens Hofmann gewesen, und die Sache 1415 geschehen.
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 +Ein anderes Wahrzeichen von Chemnitz war bis 1617 das Bild des sogenannten Grütznickels, eines Stadtoriginals, der früher hier mit Grützmehl hausieren ging und in einen Schafpelz gekleidet war, an dem Rathausturme. Nach dem Brande von 1617 ward jedoch bei der Wiederherstellung des Turmes (1619) dies Bild nicht erneuert. 
  
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