sagen:sagenbucherzgebirge441
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| + | ====== Die Muttergottesstatue in Maria-Sorg ====== | ||
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| + | Wenisch, Sagen aus dem Joachimsthaler Bezirke, S. 57 | ||
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| + | Dreiviertel Stunden von der Bergstadt Joachimsthal entfernt liegt die zerstreute Ortschaft Mariasorg, welche ein Kapuzinerhospiz besitzt, in dessen Kirche sich am Hochaltare eine Muttergottesstatue befindet, zu der alljährlich zahlreiche Wallfahrer und Andächtige von fern und nah wegen der vielen Wunder pilgern, durch welche Gott das Bildnis der heiligen Jungfrau Maria verherrlichte. An dieses Gnadenbild knüpft sich folgende Sage: | ||
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| + | Zur Zeit, als M. Johannes Mathesius, Luthers Schüler und Tischgenosse, | ||
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| + | Damals geschah es, dass David Weidner aus Plan sich daselbst niederließ und mehrere, von den Protestanten verlassene Bürgerhäuser, | ||
| + | in hiesiger Gegend zerstört wurde, eine Kirche erbaute, ließ Anna Lucia Mader daselbst ihre Muttergottesstatue zur allgemeinen Verehrung aufstellen. Nach diesem Marienbilde erhielt die Kirche, da die Gegend schon von uraltersher Sorg hieß, den Namen „Maria-Sorg“, | ||
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| + | Noch immer ladet die Kirche zu Maria-Sorg zum Beten ein, dagegen fiel das alte rote Haus dem verhängnisvollen Brande vom 31. März 1873 zum Opfer. | ||
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sagen/sagenbucherzgebirge441.1712176209.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
