sagen:sagenbucherzgebirge424
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| + | ====== Himmlisches Wunderzeichen in Wiesenthal ====== | ||
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| + | Meltzer, Hist. Schneebergensis, | ||
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| + | Anno 1543 den 4. Juni hat man in Wiesenthal des Abends um 7 Uhr am hellen Himmel nachverzeichnete Wunder gesehen: Erstlich einen langen Mann schwärzlich mit einem schwarzen und breiten Bart, welcher den Kopf oft schnell hin und wieder gewandt, dass man ein zorniges Gemüt hat merken können. Dem ward ein Kranz gegeben, und da er ihn empfangen, ist er vergangen. Darnach ist auf einem hohen Fels ein anderer langer Mann gestanden, welcher einen langen, spitzen Schnabel und vom Haupt an durch den Rücken die Länge lange Federn gehabt, gleich eines Straußes, ist aber auch bald verschwunden. Alsdann sind auf einem ebenen Felde zwei Städte gesehen worden, eine große, mit steinernen und hohen Gebäuden herrlich gezieret, und eine kleinere, die doch je länger je deutlicher ist gesehen worden. Desgleichen ein Mann, der auf einem Pferd gesessen und in der rechten Hand ein Fähnlein geführet, in der linken aber ein jung Kind gehabt, welcher auch bald verschwunden. Darnach ist auf einem hohen Berge ein großer Mann gesehen worden, der einem kleinern mit einem Schwerte das Haupt abgehauen. Es ist auch einer zwischen zweien Felsen gesehen worden, welcher auf die Knie gefallen und die Hände aufgehoben über sich zum Himmel, als bete er. Nach ihm ist ein anderer langer Mann gesehen worden in einem langen Kleide, der unter den Armen ein junges Lämmlein und auf der Schulter ein groß Schaf getragen, dem ein stinkender Bock mit langen Hörnern gefolget. Weiter find gefolget zwei Jungfrauen, eine hat die Arme in die Seiten gestützt und sich fröhlich erzeiget, die andere hat gegeiget. Nach diesen ist ein groß Kamel erschienen, auf welchem ein Mann aufgericht gestanden, der auf dem Rücken mit langen Federn geschmückt gewesen, dem ist ein Löwe mit aufgesperrtem Rachen entgegengegangen, | ||
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