sagen:sagenbucherzgebirge311
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| + | ====== Der Schatz zu Joachimsthal ====== | ||
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| + | Wenisch, Sagen aus dem Joachimsthaler Bezirke, S. 34 | ||
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| + | Im nördlichen Stadtteile von Joachimsthal, | ||
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| + | Bald darauf ging Elisabeth, die Wirtschafterin des Besitzers jenes Hauses, während des Abendläutens nach dem Hintergebäude, | ||
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| + | Über der Gasse, dem oben bezeichneten Hause gegenüber, befand sich zwischen zwei Häusern ein überaus schmaler, freier Raum, wo viel Stroh- und Heugesäme abgelagert war. Daselbst fand ein Mann, der mit der Säuberung des Platzes beschäftigt war, ein schweres eisernes Kistchen und stieg mit seinem Funde, um ihn in Sicherheit zu bringen, auf die Leiter, die er zur leichteren Vollführung seiner Arbeit angelegt hatte. Als er mitten auf der Leiter stand, hörte er plötzlich seine Frau ängstlich rufen: „Hans, komm´ herauf, das Kind hat´s Bein gebrochen!“ Vor Schrecken ließ er das Kistchen fallen und lief in die Stube, in welcher die Frau das lächelnde Kind in der Wiege schaukelte. Seine Verwunderung steigerte sich, als er erfuhr, dass seine Frau ihn gar nicht gerufen habe. Nachdem Hans den Vorfall seinem Weibe erzählt hatte, eilte er nach dem Orte zurück, um das in seiner Bestürzung weggeworfene Kistchen zu holen, welches er jedoch trotz allen Suchens nicht wiederfand. | ||
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| + | Glücklicher war ein anderer Nachbar, der in späteren Jahren vor seinem Hause ein glühendes Kohlenhäufchen sah. Er nahm eine Schürze und deckte dasselbe vorsichtig zu. Dann ging er in sein Haus, holte ein Gefäß, in welches er das Häufchen schüttete, und trug es in den Keller. Des andern Tages sah er nach und siehe! Aus den Kohlen waren lauter blanke Goldstücke geworden. | ||
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