sagen:sagenbucherzgebirge288
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| Wenisch, Sagen aus dem Joachimsthaler Bezirke, S. 93. ec. | Wenisch, Sagen aus dem Joachimsthaler Bezirke, S. 93. ec. | ||
| - | Von Platten aus führt die Straße nach dem Orte Breitenbach. In mehreren Windungen zieht sie sich durch ein schönes, anmutendes Tal, das ein klares Gebirgswässerlein, | + | Von [[geo: |
| Einst kamen an einem herrlichen Sommertage in die Nähe dieses Felsens zwei junge Mädchen aus Platten, um dort Beeren zu klauben. Unter heiteren Gesprächen wurden sie des Pflückens gar nicht müde, bis sie ihre Körbchen gehäuft voll hatten. Nun machten sie sich beide auf den Heimweg und verwunderten sich sehr, als sie am Fuße des Berges eine offene Tür erblickten, welche in einen weiten Gang führte. Die Mädchen gingen beherzt hinein und fanden daselbst eine eiserne Truhe, an der ein großer, altertümlicher Schlüssel steckte. Voll Hast öffneten sie mittelst desselben die Lade und sahen, dass diese mit Gold und Silber gefüllt war. Schier geblendet von den gleißenden Schätzen, schauten die Mädchen mit verblüfftem Antlitze eins das andere an und wussten gar nicht, was sie mit dem edlen Metalle anfangen sollten. Einfältig, wie sie waren, verschlossen sie, ohne etwas von den Schätzen anzurühren, | Einst kamen an einem herrlichen Sommertage in die Nähe dieses Felsens zwei junge Mädchen aus Platten, um dort Beeren zu klauben. Unter heiteren Gesprächen wurden sie des Pflückens gar nicht müde, bis sie ihre Körbchen gehäuft voll hatten. Nun machten sie sich beide auf den Heimweg und verwunderten sich sehr, als sie am Fuße des Berges eine offene Tür erblickten, welche in einen weiten Gang führte. Die Mädchen gingen beherzt hinein und fanden daselbst eine eiserne Truhe, an der ein großer, altertümlicher Schlüssel steckte. Voll Hast öffneten sie mittelst desselben die Lade und sahen, dass diese mit Gold und Silber gefüllt war. Schier geblendet von den gleißenden Schätzen, schauten die Mädchen mit verblüfftem Antlitze eins das andere an und wussten gar nicht, was sie mit dem edlen Metalle anfangen sollten. Einfältig, wie sie waren, verschlossen sie, ohne etwas von den Schätzen anzurühren, | ||
| - | Vor vielen, vielen Jahren ging am Karfreitag ein armes Weib, ihr Kindlein auf dem Arme tragend, in den Wald am Heinrichstein, | + | Vor vielen, vielen Jahren ging am [[zeit:Karfreitag]] ein armes Weib, ihr Kindlein auf dem Arme tragend, in den Wald am Heinrichstein, |
| - | Schon mancher, der den Schatz heben wollte, wurde von der wilden Jagd arg bestraft, welche um den Heinrichstein ihr Unwesen treibt. Der Vorwitzige verfiel in eine schwere Krankheit oder starb sogar an den Folgen des Schreckens. Die wilde Jagd sollen Reiter sein, welche in der Luft dahin brausen. Viele Holzleute wollen in der Nähe des Heinrichsteines Hundegebell, | + | Schon mancher, der den Schatz heben wollte, wurde von der [[wesen: |
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