sagen:sagenbucherzgebirge286
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:sagenbucherzgebirge286 [2024/04/02 22:27] – angelegt ewusch | sagen:sagenbucherzgebirge286 [2025/01/30 17:55] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Das Schatzgewölbe auf dem Hohen Steine ====== | ||
| - | //Quellen:// | + | Joh. Böhm in der Erzgebirgs-Zeitung, |
| + | |||
| + | Auf dem Hohen Steine zwischen [[geo: | ||
| + | |||
| + | Ein armes Weib aus dem naheliegenden Orte Stein nahm ihr einjähriges Kind, welches sie niemandem der Obhut anvertrauen konnte, und begab sich an einem [[zeit: | ||
| + | |||
| + | Todmüde und tiefbetrübt wankte sie endlich ihrer armseligen Hütte zu, laut und heftig ihre Habsucht und Geldgier verwünschend. Es verging ein Jahr und die hartgeprüfte Mutter lenkte, das nicht angetastete Geld im Korbe tragend, am Karfreitage zu derselben Stunde wie vor zwölf Monaten ihre Schritte dem hohen Steine zu. Und siehe da! der Eingang zur Schatzkammer stand offen, und als sie klopfenden Herzens und froher Hoffnung näher getreten war, sah sie zu ihrer unaussprechlichen Freude ihr todgeglaubtes Kind frisch und gesund, sowie kräftig herangewachsen auf derselben Stelle, auf welche sie es im Vorjahre gesetzt hatte. Schnell schüttete sie das Geld wieder an seinen Ort, nahm das Kind und machte sich eilig davon, obwohl sie neuerdings rufen hörte: „Vergiss das Beste nicht!“ Auf dem Heimwege fragte sie ihr Kind, wer es gepflegt habe. „Eine weiße, freundliche Frau,“ antwortete dieses, „gab mir zu essen und zu trinken, kleidete und bewachte mich.“ - Hätte das Weib den Schlüsselbund mitgenommen, | ||
| + | |||
| + | Die genannte weiße Frau ließ sich früher, meist zur Mittagszeit, | ||
| + | |||
| + | Ein Waltersgrüner Knecht machte sich in später Nachtstunde auf den Weg, um einer dringenden Angelegenheit halber nach Stein zu gelangen. Bei der untern Mühle verließ er den Fahrweg und schlug einen schmalen Fußpfad ein, der am Abhange des Hohen Steines dahinführt, | ||
| + | |||
| + | Manche alte Leute nennen die [[wesen: | ||
| + | |||
| + | Die [[volk: | ||
| + | |||
| + | „Reiter, sa, sa!\\ | ||
| + | Der Schwed´ ist gekommen, | ||
| + | Hat alles mitg´nommen, | ||
| + | Hat d´ Fenster ´neing´schlag´n, | ||
| + | Hat ´s Blei davon trag´n, | ||
| + | Hat Kugeln d´raus ´gossen, | ||
| + | Hat ´s Bubel erschossen.“\\ | ||
| + | |||
| + | //Quelle:// | ||
| * // | * // | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/sagenbucherzgebirge286.1712089671.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
