sagen:sagenbucherzgebirge205
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| + | ====== Die Wassernixe am Hans-Heiling-Felsen ====== | ||
| + | Ed. Wenisch in der Erzgebirgs-Zeitung, | ||
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| + | Hinter dem Dörfchen Aich erhebt sich dicht am linken Ufer der Eger eine Felsengruppe, | ||
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| + | Vor alten Zeiten, als noch die mächtigen Markgrafen von Vohburg Schloss und Gebiet Elbogen beherrschten, | ||
| + | Hans Heiling wuchs unter dem liebreichen Schutze der Markgräfin zum blühenden Jüngling heran, der an den Wissenschaften, | ||
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| + | Als er einmal am Ufer der rauschenden Eger saß und gedankenvoll nach dem Wasserspiegel schaute, tauchte aus demselben eine holde Nixe empor, die mit lieblicher, wunderbarer Stimme dem Überraschten zurief: „Ich kenne, wissbegieriger Jüngling, Deines Herzens tiefen Kummer, die schwarze Kunst ist Dein Begehr. Diese will ich dir lehren, doch nur unter der Bedingung, dass du dich nie vermählst.“ Hans Heiling, bezaubert durch die vielversprechenden Worte, strahlte vor Freude, dass er nach langem, erfolglosen Forschen endlich sein so heiß ersehntes Ziel erreichen könne, und schloss mit der Wassernixe unbesonnen den Bund. Die Nixe hielt Wort und Hans Heiling wähnte sich der Glücklichste unter der Sonne zu sein, als er des Wissens Drang erfüllt sah. Seit der Begegnung mit der Nixe war manches Jahr verflossen. Da fasste Hans Heiling mit Hintenansetzen seines gegebenen Versprechens den Entschluss, sich zu vermählen, denn er hoffte, selbst auf seine Kunst vertrauend, die Macht des geheimnisvollen Wasserweibes zu hemmen. Unbesorgt veranstaltete er also die Hochzeit. Der Tag der Trauung war erschienen und die Hochzeitsgäste hatten sich in den Räumen des Schlosses versammelt. Schon stand der Brautzug vor dem Traualtare, eben wollte das glückliche Paar das Jawort aussprechen - da stieg plötzlich mit furchtbaren Blicken die erzürnte Nixe aus den tobenden Wellen der Eger, ließ unter Blitz und Donner das Schloss verschwinden und verwandelte durch ihren Fluch die ganze Hochzeitsgesellschaft in Stein: das Brautpaar, den Mönch, die Gäste und die Musikanten. | ||
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| + | Elbogener Urkunde genannten „Jathaditzer“ sind die Bewohner eines seit dem dreißigjährigen Kriege verschwundenen Dorfes aus dem Nordabhange des Aberges.// | ||
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