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sagen:sagenbucherzgebirge203

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     Nach Ziehnerts poet. Bearb. bei Gräße a. a. O., No. 578     Nach Ziehnerts poet. Bearb. bei Gräße a. a. O., No. 578
  
-Einst wohnte ein alter Fischer am Ufer der [[region:Pöhl]], der hatte eine wunderschöne Tochter. Dieselbe hatte sich aus der großen Anzahl ihrer Anbeter einen der hübschesten jungen Burschen ausgesucht. Nun war sie aber heitern und muntern Sinnes, und daher kamen oft aus dem benachbarten Dorfe die jungen Mädchen und Burschen bei ihrem Vater zusammen und vertrieben sich die Zeit mit heiteren Scherzen und Spielen. +Einst wohnte ein alter Fischer am Ufer der [[region:Pöhlwasser]], der hatte eine wunderschöne Tochter. Dieselbe hatte sich aus der großen Anzahl ihrer Anbeter einen der hübschesten jungen Burschen ausgesucht. Nun war sie aber heitern und muntern Sinnes, und daher kamen oft aus dem benachbarten Dorfe die jungen Mädchen und Burschen bei ihrem Vater zusammen und vertrieben sich die Zeit mit heiteren Scherzen und Spielen. 
  
 Da begab es sich einst, am Andreasabend, dass das junge Volk auch wieder beisammen war und im Scherz darauf kam, die Zukunft zu befragen. Man schaffte Blei herbei und ein jeder versuchte sein Glück mit Gießen. Als nun die Reihe auch an die schöne Fischerstochter kam, da spritzte auf einmal beim Guss helles Feuer aus dem Wasser, das Blei zerfuhr und nahm sich auf dem Wasser wie Blutstropfen aus. Das Mädchen schrie laut auf und alle schwiegen bestürzt ob des traurigen Anzeichens. Endlich schlug ihr Bräutigam vor, das Schicksal noch einmal zu befragen, nämlich nach dem Pöhlwasser zu gehen und dort Reiser zu suchen.  Da begab es sich einst, am Andreasabend, dass das junge Volk auch wieder beisammen war und im Scherz darauf kam, die Zukunft zu befragen. Man schaffte Blei herbei und ein jeder versuchte sein Glück mit Gießen. Als nun die Reihe auch an die schöne Fischerstochter kam, da spritzte auf einmal beim Guss helles Feuer aus dem Wasser, das Blei zerfuhr und nahm sich auf dem Wasser wie Blutstropfen aus. Das Mädchen schrie laut auf und alle schwiegen bestürzt ob des traurigen Anzeichens. Endlich schlug ihr Bräutigam vor, das Schicksal noch einmal zu befragen, nämlich nach dem Pöhlwasser zu gehen und dort Reiser zu suchen. 
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-{{tag>sagen ernstköhler sagenbuchdeserzgebirges erzgebirgemuseum erzgebirge pöhl andreasnacht fischer braut bräutigam nix irrlicht orakel blei v2}}+{{tag>sagen ernstköhler sagenbuchdeserzgebirges erzgebirgemuseum erzgebirge pöhlwasser wildenau andreasnacht fischer braut bräutigam nix irrlicht orakel blei v2}}
sagen/sagenbucherzgebirge203.1712149703.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)