sagen:sagenbucherzgebirge112
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| + | ====== Die gespenstische Fahrt zu Osseg ====== | ||
| + | Grohmann, Sagen aus Böhmen, 1863, S. 104. | ||
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| + | Ein Abt des Klosters [[geo: | ||
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| + | //In Zittau jagt ein gespenstischer Ratsherr des Nachts um 12 Uhr in einem schwarzen, von dergleichen Rossen gezogenen Wagen durch die Straßen der Stadt. Ähnliches erzählt man von Görlitz, Köln, Bremen und a. O. (Haupt, Sagenbuch d. L. No. 154 und 155.) Der gespenstische Baron Hußmann von Tachau fährt in einem feurigen Wagen, der von vier schwarzen Pferden gezogen wird. (Grohmann a. a. O. S. 101.) Der Wagen ist der Höllenwagen oder die Höllenkutsche. Die Todesgöttin Hel führte die Seelen der Verstorbenen auf einem schwarzen Wagen, der ein Gegenbild vom Wagen Wotans ist, in die Unterwelt. Wie in unserer Sage der Geist eines Verstorbenen in einem Wagen wieder auf der Erde erschien, so lässt der Volksglaube in manchen Gegenden die Toten auch in einem Wagen abholen. In Komotau heißt es mit Beziehung auf diese Vorstellung in einem Volksliede | ||
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| + | „Auf der Brücke steht ein goldner Wagen,\\ | ||
| + | Wird mich und dich in Himmel tragen.“// | ||
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