sagen:sagenbucherzgebirge066
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| + | ====== Das Gespenst auf der Superintendantur zu Glauchau ====== | ||
| + | A. Flader, Wiesenthälisches Ehrengedächtnis, | ||
| + | Darnach bei Gräße, Sagenschatz d. K. S., No. 463. | ||
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| + | Im Jahre 1675 im Monat Oktober hat sich auf der Superintendantur zu [[geo: | ||
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| + | So oft aber, als das Gespenst erschienen, hat es einen hellen Glanz und Schimmer um sich verbreitet, dass man einen Pfennig auf der Erde erkennen konnte. So haben denn zwei Männer, G. C. Müller und A. Flader, sich, nachdem die beiden Mädchen aus der Kammer weggebettet worden waren, in dieselbe niedergelegt, | ||
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| + | Seit dieser Zeit ist das Gespenst fast alle Nächte zu der Nähterin gekommen und hat sich mit traurigen Geberden vor ihr Bett gestellt, auch öfters bitterlich geweint, da denn die herabfallenden Tränen wie weiße Milch ausgesehen, welche das Gespenst mit Deinem schönen weißen Schnupftuch abgewischt hat. Ob nun gleich der Superintendent dem Mädchen verboten, sich mit dem Gespenste in ein Gespräch einzulassen, | ||
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| + | Nun hat das Gespenst sein Begehren alle Nächte wiederholt, endlich ist die Nähterin mitgegangen, | ||
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| + | In der nächsten Nacht ist das Gespenst zu der Nähterin, die mittlerweile krank geworden war, wiedergekommen und hat gesagt, sie hätte sich nicht fürchten sollen, denn die schwarzen Männer würden ihr nichts getan haben, der Schatz stehe schon außen und bestehe aus Kirchenkleinodien, | ||
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| + | Während dem hat sich auch das Gespenst sehen lassen und außen an der Mauer über der Erde ist ein ziemliches Getöse bemerkt worden, wie wenn Bergleute da arbeiten und etwas bewältigen wollten, allein als man zum Fenster hinabgesehen, | ||
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| + | Als nun die Nähterin nicht wieder mit dem Gespenst allein gehen wollte, hat dieses ihr vorgeschlagen, | ||
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| + | Von dieser Zeit an hat sich das Gespenst aber auch in der eigenen Schlafkammer des Superintendenten, | ||
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| + | Nachdem sich aber mit der Türe ein großes Gerassel erhoben, auch der Wachsstock, den das Gespenst nebst einem langen Briefe mit Mönchsschrift beschrieben, | ||
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| + | Als nun das geängstigte Kind samt der Nähterin an die Treppe kommt, sieht es daselbst einen großen [[wesen: | ||
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| + | Indem sie nun noch mit großer Mühe in die Studierstube gekommen und niedergesunken, | ||
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