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sagen:sagen_um_waldow

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-Sagen um Waldow +
-Wer vom Dorfe über die Brücke über den Kobel-(Kowel)graben nach der neuen +
-Schanze zu geht, dem begegnet um Mitternacht ein schwarzer Hund, der den +
-Wanderer ein Stück Weges begleitet. +
-Da wo heute die Tagelöhnerhäuser stehen, zeigten sich früher die Hellrippen, +
-Männer aus Totengebein. +
-Am Dittchenberge auf dem Ackerstücke, das man Kapelle nennt, zeigen sich die +
-Dittchen oder Lüttchen. Das sind kleine Leute. In der Zeit von zwölf bis zwei im +
-Sommer darf man dort auf den Ackerstücken nicht einschlafen. Sonst tun einem die +
-Dittchen ein Leid an. +
-Von der Kapelle ging in alten Zeiten ein unterirdischer Gang bis zur Burg Utzen bei +
-Golßen. Im Schloße zu Waldow erschien mittags ein junges hübsches Mädchen, +
-daß dann nach dem Kuhstall ging und den Mägden zurief: “Rotes Band und +
-Spitzenschuh, das bringt euch nach der Hölle zu“. Dann verschwand es wieder. +
-Hinter Denschels Garten zeigte sich lange Zeit ein Irrlicht. Man sagte, daß da ein +
-verlorener Mensch nach seiner Seele sucht. +
-Viele Leute erzählten in früherer Zeit, daß über den Pfarrgarten ein Drache geflogen +
-sei, der einen glühenden Schweif gehabt habe. +
-Auf dem Grenzwege zwischen Waldow und Nietzneuendorf liegt ein Zigeunerweib +
-begraben. Wer um Mitternacht dort vorbei kommt, sieht Lichter um die Stelle tanzen. +
-//Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// +
-{{tag>sagen niederlausitz spuk neu}}+
sagen/sagen_um_waldow.1578426317.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)