sagen:sage_von_gelimer
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| - | ====== Sage von Gelimer ====== | ||
| - | Zur Zeit da die [[person: | ||
| - | Johannes starb an der Wunde, und Gelimer hatte Zeit zu fliehen. Gelimer entrann und langte noch denselben Tag bei den Maurusiern an. Belisarius folgte ihm nach, und schloß ihn ganz hinten in Numidien auf einem kleinen Berge ein. So wurde nun Gelimer mitten im Winter hart belagert und litt an allem Lebensunterhalt Mangel, denn Brot backen die Maurusier nicht, sie haben keinen Wein und kein Oel, sondern essen, unvernünftigen Thieren gleich, unreifes Korn und Gerste. Da schrieb der Wandalenkönig einen Brief an Pharas, Hüter des griechischen Heeres, und bat um drei Dinge: eine Laute, ein Brot und einen Schwamm. Pharas fragte den Boten: warum das? | ||
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| - | Der Bote antwortete: „das Brot will Gelimer essen, weil er keines gesehen, seit er auf dieses Gebirge stieg; mit dem Schwamm will er seine rothen Augen waschen, die er die Zeit über nicht gewaschen hat; auf der Laute will er ein Lied spielen und seinen Jammer beweinen.“ Pharas aber erbarmte sich des Königs und sandte ihm die Bedürfnisse. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 12–14, 1818// | ||
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sagen/sage_von_gelimer.1579453427.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
