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 ====== Das Sankt Rochusfest ====== ====== Das Sankt Rochusfest ======
  
-Sankt Rochus war aus Montpellier gebürtig, und hieß sein Vater Johann, die Mutter aber Libera, und zwar hatte dieser Johann nicht nur Montpellier, sondern auch noch andere Orte unter seiner Gewalt, war aber ein frommer Mann und hatte lange Zeit ohne Kindersegen gelebt, bis er seinen Rochus von der heiligen Maria erbeten, und brachte das Kind ein rotes Kreuz auf der Brust mit auf die Welt. Wenn seine Eltern fasteten, mußte er auch fasten, und gab ihm seine Mutter an einem solchen Tag nur einmal ihre Brust zu trinken. Im fünften Jahre seines Alters fing er an, sehr wenig zu essen und zu trinken; im zwölften legte er allen Ueberfluß und Eitelkeit ab und wendete sein Taschengeld an die Armen, denen er sonderlich viel Gutes that. Er bezeigte sich auch fleißig im Studieren und erlangte bald großen Ruhm durch seine Geschicklichkeit, wie ihn dann auch noch sein Vater auf seinem Totenbette durch eine bewegliche Rede, die er an ihn hielt, zu allem Guten vermahnte.+Sankt Rochus war aus Montpellier gebürtig, und hieß sein Vater Johann, die Mutter aber Libera, und zwar hatte dieser Johann nicht nur Montpellier, sondern auch noch andere Orte unter seiner Gewalt, war aber ein frommer Mann und hatte lange Zeit ohne Kindersegen gelebt, bis er seinen Rochus von der [[vip:hlgmaria|heiligen Maria]] erbeten, und brachte das Kind ein rotes Kreuz auf der Brust mit auf die Welt. Wenn seine Eltern fasteten, mußte er auch fasten, und gab ihm seine Mutter an einem solchen Tag nur einmal ihre Brust zu trinken. Im fünften Jahre seines Alters fing er an, sehr wenig zu essen und zu trinken; im zwölften legte er allen Ueberfluß und Eitelkeit ab und wendete sein Taschengeld an die Armen, denen er sonderlich viel Gutes that. Er bezeigte sich auch fleißig im Studieren und erlangte bald großen Ruhm durch seine Geschicklichkeit, wie ihn dann auch noch sein Vater auf seinem Totenbette durch eine bewegliche Rede, die er an ihn hielt, zu allem Guten vermahnte.
  
-Er war noch nicht zwanzig Jahre alt, als seine Eltern starben, da er dann all sein ererbtes Vermögen unter die Armen austeilte, das Regiment über das Land niederlegte, nach Italien reiste und zu einem Hospital kam, darinnen viele ansteckende Kranke lagen, denen er aufwarten wollte; und ob man ihn gleich nicht alsobald hineinließ, sondern ihm die Gefahr vorstellte, so hielt er doch ferner an, und als man ihn zu den Kranken ließ, machte er sie alle durch Berührung mit seiner rechten Hand und Bezeichnung mit dem heiligen Kreuz gesund. Sodann begab er sich ferner nach Rom, befreite auch allda nebst vielen anderen einen Kardinal von der Pest und hielt sich in die drei Jahre bei demselben auf. Als er aber selbst endlich auch von dem schrecklichen Uebel befallen wurde und man ihn in das Pesthaus zu den anderen brachte, wo er wegen grausamer Schmerzen manchmal entsetzlich schreien mußte, ging er aus dem Hospital und setzte sich außen vor die Thüre hin, damit er den anderen durch sein Geschrei nicht beschwerlich fiele; und als die Vorbeigehenden solches sahen, meinten sie, es wäre aus Unachtsamkeit der Pestwärter geschehen; als sie aber hernach das Gegenteil vernahmen, hielt ihn jedermann für thöricht und unsinnig, und so trieben sie ihn zur Stadt hinaus, da er denn, unter Gottes Geleit, durch Hilfe seines Stabes allgemach in den nächsten Wald fortkroch. Als ihn aber der große Schmerz nicht weiter fortkommen ließ, legte er sich unter einen Ahornbaum und ruhete daselbst ein wenig, da denn neben ihm ein Brunnen entsprang, woraus er sich erquickte. Nun lag nicht weit davon ein Landgut, wohin sich viele Vornehme aus der Stadt geflüchtet, darunter einer Namens Gotthardus, welcher viele Knechte und Jagdhunde bei sich hatte. Da ereignet sich aber der sonderbare Umstand, daß ein sonst sehr wohlgezogener Hund ein Brot vom Tische wegschnappt und davonläuft. Obgleich abgestraft, ersieht er seinen Vorteil den zweiten Tag wieder und entflieht glücklich mit der Beute. Da argwöhnt der Graf irgend ein Geheimnis und folgt mit den Dienern. Dort finden sie denn unter dem Baum den sterbenden frommen Pilger, der sie ersucht, sich zu entfernen, ihn zu verlassen, damit sie nicht vom gleichen Uebel angefallen würden. Gotthardus aber nahm sich vor, den Kranken nicht ehe er gesund von sich zu lassen, und versorgte ihn zum besten.+Er war noch nicht zwanzig Jahre alt, als seine Eltern starben, da er dann all sein ererbtes Vermögen unter die Armen austeilte, das Regiment über das Land niederlegte, nach [[land:Italien]] reiste und zu einem Hospital kam, darinnen viele ansteckende Kranke lagen, denen er aufwarten wollte; und ob man ihn gleich nicht alsobald hineinließ, sondern ihm die Gefahr vorstellte, so hielt er doch ferner an, und als man ihn zu den Kranken ließ, machte er sie alle durch Berührung mit seiner rechten Hand und Bezeichnung mit dem heiligen Kreuz gesund. Sodann begab er sich ferner nach [[geo:Rom]], befreite auch allda nebst vielen anderen einen Kardinal von der Pest und hielt sich in die drei Jahre bei demselben auf. Als er aber selbst endlich auch von dem schrecklichen Uebel befallen wurde und man ihn in das Pesthaus zu den anderen brachte, wo er wegen grausamer Schmerzen manchmal entsetzlich schreien mußte, ging er aus dem Hospital und setzte sich außen vor die Thüre hin, damit er den anderen durch sein Geschrei nicht beschwerlich fiele; und als die Vorbeigehenden solches sahen, meinten sie, es wäre aus Unachtsamkeit der Pestwärter geschehen; als sie aber hernach das Gegenteil vernahmen, hielt ihn jedermann für thöricht und unsinnig, und so trieben sie ihn zur Stadt hinaus, da er denn, unter Gottes Geleit, durch Hilfe seines Stabes allgemach in den nächsten Wald fortkroch. Als ihn aber der große Schmerz nicht weiter fortkommen ließ, legte er sich unter einen Ahornbaum und ruhete daselbst ein wenig, da denn neben ihm ein Brunnen entsprang, woraus er sich erquickte. Nun lag nicht weit davon ein Landgut, wohin sich viele Vornehme aus der Stadt geflüchtet, darunter einer Namens Gotthardus, welcher viele Knechte und Jagdhunde bei sich hatte. Da ereignet sich aber der sonderbare Umstand, daß ein sonst sehr wohlgezogener Hund ein Brot vom Tische wegschnappt und davonläuft. Obgleich abgestraft, ersieht er seinen Vorteil den zweiten Tag wieder und entflieht glücklich mit der Beute. Da argwöhnt der Graf irgend ein Geheimnis und folgt mit den Dienern. Dort finden sie denn unter dem Baum den sterbenden frommen Pilger, der sie ersucht, sich zu entfernen, ihn zu verlassen, damit sie nicht vom gleichen Uebel angefallen würden. Gotthardus aber nahm sich vor, den Kranken nicht ehe er gesund von sich zu lassen, und versorgte ihn zum besten.
  
 Als nun Rochus wieder ein wenig zu Kräften kam, begab er sich vollends nach Florenz, heilte daselbst viele von der Pest und wurde selbst durch eine Stimme vom Himmel völlig wiederhergestellt. Er beredete auch Gotthardus dahin, daß dieser sich entschloß, mit ihm seine Wohnung in dem Walde aufzuschlagen und Gott ohne Unterlaß zu dienen, welches auch Gotthardus versprach, wenn er nur bei ihm bleiben wollte; da sie sich denn eine geraume Zeit mit einander in einer alten Hütte aufhielten, und nachdem endlich Rochus den Gotthardus zu solchem Eremitenleben genugsam eingeweiht, machte er sich abermals auf den Weg und kam nach einer beschwerlichen Reise glücklich wieder nach Hause und zwar in seine Stadt, die ihm ehemals zugehört und die er seinem Vetter geschenkt hatte. Allda nun wurde er, weil es Kriegszeit war, für einen Kundschafter gehalten und vor den Landesherrn geführt, der ihn wegen der großen Veränderung und armseligen Kleidung nicht mehr kannte, sondern in ein hart Gefängnis setzen ließ. Er aber dankte seinem Gott, daß er ihn allerlei Unglück erfahren ließ und brachte fünf ganze Jahre im Kerker zu; wollte es auch nicht einmal annehmen, wenn man ihm etwas Gekochtes zu essen brachte, sondern kreuzigte noch dazu seinen Leib mit Wachen und Fasten. Als er merkte, daß sein Ende nahe sei, bat er die Bedienten des Kerkermeisters, daß sie ihm einen Priester holen möchten. Nun war es eine sehr finstere Gruft, wo er lag; als aber der Priester kam, wurde es hell, darüber dieser sich höchlich verwunderte, auch, sobald er Rochus ansahe, etwas Göttliches an ihm erblickte und vor Schrecken halbtot zur Erde fiel, auch sich sogleich zum Landesherrn begab und ihm anzeigte, was er erfahren; und wie Gott wäre sehr beleidigt worden, indem man den frömmsten Menschen so lange Zeit in einem so beschwerlichen Gefängnis aufgehalten. Als dieses in der Stadt bekannt geworden, lief jedermann häufig nach dem Turm. St. Rochus aber wurde von einer Schwachheit befallen und gab seinen Geist auf. Jedermann aber sah durch die Spalten der Thür einen hellen Glanz hervordringen; man fand auch bei Eröffnung den Heiligen tot und ausgestreckt auf der Erde liegen und bei seinem Haupt und den Füßen Lampen brennen; darauf man ihn auf des Landesherrn Befehl mit großem Gepränge in der Kirche begrub. Er wurde auch noch an dem roten Kreuz, so er auf der Brust mit auf die Welt gebracht hatte, erkannt, und war ein großes Heulen und Lamentieren darüber entstanden. Solches geschah im Jahre 1327 den 16. August; und ist ihm auch nach der Zeit zu Venedig, allwo nunmehro sein Leib verwahret wird, eine Kirche zu Ehren gebaut worden. Als nun Rochus wieder ein wenig zu Kräften kam, begab er sich vollends nach Florenz, heilte daselbst viele von der Pest und wurde selbst durch eine Stimme vom Himmel völlig wiederhergestellt. Er beredete auch Gotthardus dahin, daß dieser sich entschloß, mit ihm seine Wohnung in dem Walde aufzuschlagen und Gott ohne Unterlaß zu dienen, welches auch Gotthardus versprach, wenn er nur bei ihm bleiben wollte; da sie sich denn eine geraume Zeit mit einander in einer alten Hütte aufhielten, und nachdem endlich Rochus den Gotthardus zu solchem Eremitenleben genugsam eingeweiht, machte er sich abermals auf den Weg und kam nach einer beschwerlichen Reise glücklich wieder nach Hause und zwar in seine Stadt, die ihm ehemals zugehört und die er seinem Vetter geschenkt hatte. Allda nun wurde er, weil es Kriegszeit war, für einen Kundschafter gehalten und vor den Landesherrn geführt, der ihn wegen der großen Veränderung und armseligen Kleidung nicht mehr kannte, sondern in ein hart Gefängnis setzen ließ. Er aber dankte seinem Gott, daß er ihn allerlei Unglück erfahren ließ und brachte fünf ganze Jahre im Kerker zu; wollte es auch nicht einmal annehmen, wenn man ihm etwas Gekochtes zu essen brachte, sondern kreuzigte noch dazu seinen Leib mit Wachen und Fasten. Als er merkte, daß sein Ende nahe sei, bat er die Bedienten des Kerkermeisters, daß sie ihm einen Priester holen möchten. Nun war es eine sehr finstere Gruft, wo er lag; als aber der Priester kam, wurde es hell, darüber dieser sich höchlich verwunderte, auch, sobald er Rochus ansahe, etwas Göttliches an ihm erblickte und vor Schrecken halbtot zur Erde fiel, auch sich sogleich zum Landesherrn begab und ihm anzeigte, was er erfahren; und wie Gott wäre sehr beleidigt worden, indem man den frömmsten Menschen so lange Zeit in einem so beschwerlichen Gefängnis aufgehalten. Als dieses in der Stadt bekannt geworden, lief jedermann häufig nach dem Turm. St. Rochus aber wurde von einer Schwachheit befallen und gab seinen Geist auf. Jedermann aber sah durch die Spalten der Thür einen hellen Glanz hervordringen; man fand auch bei Eröffnung den Heiligen tot und ausgestreckt auf der Erde liegen und bei seinem Haupt und den Füßen Lampen brennen; darauf man ihn auf des Landesherrn Befehl mit großem Gepränge in der Kirche begrub. Er wurde auch noch an dem roten Kreuz, so er auf der Brust mit auf die Welt gebracht hatte, erkannt, und war ein großes Heulen und Lamentieren darüber entstanden. Solches geschah im Jahre 1327 den 16. August; und ist ihm auch nach der Zeit zu Venedig, allwo nunmehro sein Leib verwahret wird, eine Kirche zu Ehren gebaut worden.
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 Noch jetzt wird das St. Rochusfest gefeiert. Wenn die erste Traube reift, die dann den Altar des Heiligen schmückt, welchen das Volk, wie es heißt, auch als Schutzheiligen der Rebe verehrt, so gewinnt die kahle Höhe ein anderes Ansehen. Eine Stadt von Zelten entsteht, die für des Leibes Bedürfnis reiche Erquickungen darbietet, und die gewerbliche Thätigkeit entfaltet sich schon mehrere Tage vorher, Alles zu ordnen und zu bereiten, was dem müden Wallfahrer Labe gewähren kann. Endlich bricht der Morgen des Festes an. Das harmonische Geläute von Bingen und allen naheliegenden Orten des Rheingaues grüßt ihn, und der köstliche „Resonanzboden des Rheines“ trägt die ergreifenden, wundersamen Töne hinauf zu der steilen Höhe, das Gemüt dessen ergreifend und erhebend, der hier steht um die Festzüge und Processionen zu schauen, die mit wehenden Fahnen und Standarten, mit Musik und festlichen Gesängen sich der Kapelle nahen, welche auf des Berges Höhe ihre Thore öffnet. Noch jetzt wird das St. Rochusfest gefeiert. Wenn die erste Traube reift, die dann den Altar des Heiligen schmückt, welchen das Volk, wie es heißt, auch als Schutzheiligen der Rebe verehrt, so gewinnt die kahle Höhe ein anderes Ansehen. Eine Stadt von Zelten entsteht, die für des Leibes Bedürfnis reiche Erquickungen darbietet, und die gewerbliche Thätigkeit entfaltet sich schon mehrere Tage vorher, Alles zu ordnen und zu bereiten, was dem müden Wallfahrer Labe gewähren kann. Endlich bricht der Morgen des Festes an. Das harmonische Geläute von Bingen und allen naheliegenden Orten des Rheingaues grüßt ihn, und der köstliche „Resonanzboden des Rheines“ trägt die ergreifenden, wundersamen Töne hinauf zu der steilen Höhe, das Gemüt dessen ergreifend und erhebend, der hier steht um die Festzüge und Processionen zu schauen, die mit wehenden Fahnen und Standarten, mit Musik und festlichen Gesängen sich der Kapelle nahen, welche auf des Berges Höhe ihre Thore öffnet.
  
-Der Dichter Goethe zog im Jahre 1814 mit der ruhigen und ernsten Binger Prozession nach Bingen hinab. In dem herrlich gelegenen Bingen angelangt, fand er jedoch daselbst keine Ruhe. Er wünschte vielmehr, wie er sagt, nach so viel wunderbaren, göttlichen und menschlichen Ereignissen sich geschwind in das derbe Naturbad zu stürzen. Ein Kahn führte ihn „die Strömung flußabwärts.“ Ueber((im Original:Üeber)) den Rest des alten Felsendammes, den Zeit und Kunst besiegten, glitt er hinab. Der märchenhafte Turm, auf unverwüstlichen Quarzsteinen gebaut, blieb ihm zur Linken, die Ebernburg rechts. Bald aber kehrte er für diesmal zurück, „das Auge voll von jenen graulichen, abschießenden Gebirgsschluchten, durch welche sich der Rhein seit ewigen Zeiten hindurcharbeitete.“ So wie den ganzen Morgen, begleitete ihn auch auf dem Rückwege die hohe Sonne, obgleich aufsteigende vorüberziehende Wolken zu einem ersehnten Regen Hoffnung gaben. Wirklich strömte endlich alles erquickend nieder, sodaß die Gesellschaft aus Wiesbaden auf ihrer Rückreise die ganze Landesgrenze neu belebt fand. So hatte denn, sagt Goethe, der heilige Rochus, wahrscheinlich auf andere Nothelfer einwirkend, seinen Segen auch außer seiner eigentlichen Obliegenheit reichlich erwiesen.+Der Dichter [[vip:Goethe]] zog im Jahre 1814 mit der ruhigen und ernsten Binger Prozession nach Bingen hinab. In dem herrlich gelegenen Bingen angelangt, fand er jedoch daselbst keine Ruhe. Er wünschte vielmehr, wie er sagt, nach so viel wunderbaren, göttlichen und menschlichen Ereignissen sich geschwind in das derbe Naturbad zu stürzen. Ein Kahn führte ihn „die Strömung flußabwärts.“ Ueber((im Original:Üeber)) den Rest des alten Felsendammes, den Zeit und Kunst besiegten, glitt er hinab. Der märchenhafte Turm, auf unverwüstlichen Quarzsteinen gebaut, blieb ihm zur Linken, die Ebernburg rechts. Bald aber kehrte er für diesmal zurück, „das Auge voll von jenen graulichen, abschießenden Gebirgsschluchten, durch welche sich der Rhein seit ewigen Zeiten hindurcharbeitete.“ So wie den ganzen Morgen, begleitete ihn auch auf dem Rückwege die hohe Sonne, obgleich aufsteigende vorüberziehende Wolken zu einem ersehnten Regen Hoffnung gaben. Wirklich strömte endlich alles erquickend nieder, sodaß die Gesellschaft aus Wiesbaden auf ihrer Rückreise die ganze Landesgrenze neu belebt fand. So hatte denn, sagt Goethe, der heilige Rochus, wahrscheinlich auf andere Nothelfer einwirkend, seinen Segen auch außer seiner eigentlichen Obliegenheit reichlich erwiesen.
  
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