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sagen:riesensteine

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-====== Riesensteine ====== 
  
-    Prätorius Weltbeschr. I. 591–593. 
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-Man findet hin und wieder greuliche Steine, worin die Male von Händen und Füßen eingedrückt sind und wovon die Sage ist, dieses rühre von Riesen her, die sich vor Alters damit geworfen, oder darauf gestanden. Ein solcher [[typ:Stein]] liegt zu [[geo:Leipzig]] beim Kuhthurm am Wege und die Spur einer großen Hand mit sechs Fingern steht daraufgedruckt. Ein anderer großer Stein ist auf dem Wege von Leipzig nach dem Dorf Hohentiegel zu finden, dem Dorfe näher als der Stadt, darauf man ein Schmarre sieht, als wäre sie mit einem Schlachtschwerte eingehauen. 
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-Als [[geo:Salzwedel]] vor uralters hart belagert wurde von einem grausamen Feind, der sie doch nicht einbekommen mochte, weil Engel auf der Stadtmauer hin und hergegangen, die Pfeile auffingen und die Stadt behüteten; da erbitterte der Feldherr und wie im Lager ein großer Stein vor ihm lag, zog er sein Schlachtschwert und sprach: „soll ich die Stadt nicht gewinnen, so gebe Gott, daß ich in diesen Stein haue, wie in einen Butterweck.“ Als er nun hieb, gab der Stein nach, als ob er ganz weich wäre.  
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-Dieser Stein wurde dem [[autor:Prätorius]] an derselben Stelle im Jahr 1649 gezeigt, auf dem Wege zwischen [[geo:Salzwedel]] und Tielsen, und er betastete ihn und sah mit eigenen Augen die tiefe Spalte, die er durch die Mitte hatte.  
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-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 205–206, 1816// 
-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 prätorius stein salzwedel leipzig}} 
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