sagen:raubueberfall_in_der_christnacht
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| + | Karl Guthausen: Sagen und Legenden aus Eifel und Ardennen, Band 2 , Seite 228 | ||
| Früher stand auf [[geo: | Früher stand auf [[geo: | ||
| - | Einmal geschah es nun, dass man in [[geo: | + | Einmal geschah es nun, dass man in Tondorf vergeblich auf die Walcherather warten musste. Man hatte wie immer mit der Glocke Zeichen gegeben. Die für den Beginn der Messe angesetzte Zeit war bereits verstrichen; |
| Also stapften die Tondorfer in der Heiligen Nacht durch den verschneiten Winterwald in Richtung Walcherath. Unterwegs gaben sie Rufzeichen von sich, um mit den Vermissten Verbindung zu bekommen, falls sich diese im Wald verirrt hätten. Doch niemand meldete sich. Als sie dann in Walcherath ankamen, fanden sie statt eines Hauses einen rauchenden Trümmerhaufen. Weit und breit war keine Menschenseele zu entdecken. Alles Vieh war offensichtlich fortgetrieben worden. | Also stapften die Tondorfer in der Heiligen Nacht durch den verschneiten Winterwald in Richtung Walcherath. Unterwegs gaben sie Rufzeichen von sich, um mit den Vermissten Verbindung zu bekommen, falls sich diese im Wald verirrt hätten. Doch niemand meldete sich. Als sie dann in Walcherath ankamen, fanden sie statt eines Hauses einen rauchenden Trümmerhaufen. Weit und breit war keine Menschenseele zu entdecken. Alles Vieh war offensichtlich fortgetrieben worden. | ||
| - | Nach längerem Suchen und Rufen tauchte schließlich ein Mädchen auf, das als [[typ:magd|Magd]] auf dem Hof gedient hatte. Verstört erzählte es, der Hof sei in der Nacht von einer [[typ: | + | Nach längerem Suchen und Rufen tauchte schließlich ein Mädchen auf, das als Magd auf dem Hof gedient hatte. Verstört erzählte es, der Hof sei in der Nacht von einer Räuberbande überfallen und ausgeplündert worden. Die Bewohner wollten sich zur Wehr setzen, seien aber alle ermordet worden. Zum Schluss habe man Haus, Stall und Scheune in Brand gesteckt. Sie selbst sei nur mit knapper Not dem Tod entronnen, da es ihr gelang, unbemerkt in den Wald zu fliehen. |
| Als Anführer der Räuberbande wurde der Schönauer Johannes genannt. Nach diesem Geschehen ist der Walcherather Hof nicht wieder aufgebaut worden. | Als Anführer der Räuberbande wurde der Schönauer Johannes genannt. Nach diesem Geschehen ist der Walcherather Hof nicht wieder aufgebaut worden. | ||
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