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sagen:raddusch002

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-====== Der Bauer und das Irrlicht (Bur a błudnik) ======+====== Das spukende Kalb ======
  
-=== Niedersorbisch ===+Bevor die feste Straße von [[geo:lübbenauspreewald|Lübbenau]] nach [[geo:Boblitz]] führte, hatte hier der Wanderer einen düsteren, durch Sümpfe führenden, Knitteldamm entlang zu gehen. Auf diesem Damme war es nicht richtig, es galt für gefährlich, ihn in der Mitternachtsstunde zu betreten. Wer es dennoch wagte, wurde plötzlich von einem [[wesen:spukkalb|Kalbe]] aufgehalten, welches sich ihm in den Weg legte und ihn am Weitergehen hinderte.
  
-Raz jo se bur zabłuźił. Ga naraz jo se pśed nim [[wesen:bludnik|błudnik]] zjawiłü. Bur jo pšosyłaby ten jomu pšawy puś domoj pokazał a jo jomu za to krošyk zlubił. Swětlaško jo pśed burom skokałodaniž njejo pśed swójim domom stojał. Malsnje jo bur stupił pód swójo kšywo. Něnto błudnik njejo žedneje mócy wěcej nad nim měła bur jo kśěł swójogo małego pomocnika wó zlubjone myto wobšuźiś. Dłujko jo błudnik hyšći cakałale pódermoŽedne dny pózdźej jo bur zasej w bliskosći źěłał, źož jo błudnika prědny raz zmakał. Tenraz pak jo se swětlaško pomsćiło: Jo bura goźiny dłujko wjadło pó pólach a groblach a mokšych łukach. Akle pśi switanju jo wón kradu mucny, mókšy, njerěšny a pśemachtany domoj dojšeł. Luźe we jsy su se jomu mócnje smjali, pśeto chtož błudnika wobšuźijotomu se zlě zejźo.+Hatte jemand den Mutmit Gewalt auf dasselbe einzudringenso gereichte ihm das zum Verderbendenn das Kalb setzte der Gewalt Gewalt entgegen und drang so lange zornig auf seinen Widersacher einbis derselbe matt und erschöpft in den Sumpf gerietOftmals fand man einen solchen verwegenen Mann am Morgen tot im Sumpfe oder lebte er nochso war er von einem hitzigen Fieber befallen.
  
-=== Deutsch ===+//Quellen://  
 +  * //Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten [[autor:manfredkliche|Manfred Kliche]] im [[https://stadt.vetschau.de/cms/upload/dokumente/2019/M-A-Blatt/Vetschau_Ausgabe_1908.pdf|Vettschauer Mitteilungsblatt 08/2019]]//
  
-Ein Bauer hatte sich einst verirrt. Plötzlich tauchte ein [[wesen:Irrlicht]] vor ihm auf. Das bat er, ihm den Heimweg zu zeigen, und versprach ihm eine Belohnung. Das Lichtlein hüpfte vor ihm her, bis er vor seinem Haus stand. Als der Bauer unter sein Dach trat, hatte das Irrlicht keine Macht mehr über ihn, und er wollte es um den verdienten Lohn betrügen. Das Irrlicht wartete noch lange, doch vergebens.  
- 
-Einige Tage später arbeitete der Bauer wieder in der Gegend. Das Irrlicht zeigte sich ihm und begann, ihn kreuz und quer durch die Wiesen und Gräben zu führen. Erst als der Morgen graute, gelangte er schließlich völlig erschöpft, durchnässt und schmutzig zu Hause an. Die Leute im Dorf lachten ihn aus, denn wer ein Irrlicht betrügt, dem ergeht es schlecht. 
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-//Quelle: [[autor:meschkank|Werner Meschkank]], Cottbus; [[https://www.raddusch-spreewald.de/ort/geschichte/sagen/irrlichter.php|www.raddusch-spreewald.de]]// 
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-{{tag>sagen Meschkank Raddusch-spreewald niederlausitz spreewald Raddusch Irrlicht bludnik mundart sorbisch lohn betrug v2}}+{{tag>sagen vetschauermitteilungsblatt manfredkliche niederlausitz Spreewald boblitz mitternachtsstunde steg spuk kalb sumpf fieber v2}}
sagen/raddusch002.1712691222.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)