sagen:piethan
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:piethan [2020/09/09 17:27] – angelegt ewusch | sagen:piethan [2025/01/30 17:54] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| Die Sage erzählt, dass Piethan nahe dem alten Heerweg, auf der Alten Burg wohnte. Um diese Burg, wovon nur noch Reste vorhanden sind, rankt sich die Sage vom gottlosen Leben und dem gewaltsamen Sterben des Piethan. | Die Sage erzählt, dass Piethan nahe dem alten Heerweg, auf der Alten Burg wohnte. Um diese Burg, wovon nur noch Reste vorhanden sind, rankt sich die Sage vom gottlosen Leben und dem gewaltsamen Sterben des Piethan. | ||
| - | An einem Sommertag ging bei einem Trinkgelage der Meute der [[typ:Wein]] aus. Die Pferde wurden gesattelt und ein Wagen wurde mitgeführt. Dann ging es den steilen Weg hinab ins Neffelbachtal. Man zog zum Kloster Johannes Junker, welches am Weg von [[geo: | + | An einem Sommertag ging bei einem Trinkgelage der Meute der Wein aus. Die Pferde wurden gesattelt und ein Wagen wurde mitgeführt. Dann ging es den steilen Weg hinab ins Neffelbachtal. Man zog zum Kloster Johannes Junker, welches am Weg von [[geo: |
| - | Nach lautem Pochen wurde das Tor des Klosters geöffnet und jeder, der sich der Meute entgegensetzte, | + | Nach lautem Pochen wurde das Tor des Klosters geöffnet und jeder, der sich der Meute entgegensetzte, |
| - | Im Burghof angekommen, trieben die Gesellen ihr schändliches Spiel weiter. Mit sterbender Stimme rief der Prior: „So wahr es einen gerechten Gott und rächenden | + | Im Burghof angekommen, trieben die Gesellen ihr schändliches Spiel weiter. Mit sterbender Stimme rief der Prior: „So wahr es einen gerechten Gott und rächenden Richter gibt, so sicher werdet ihr noch in dieser Nacht eure schändliche Tat büßen!“ |
| - | Zum weiteren Saufen zog sich die Schar in den Burgsaal zurück, wo bald alle Trunkenbolde einschliefen. Gegen Morgen zeigte sich im Westen am Himmel ein kleiner schwarzer Punkt, der sich bald zu einer großen dunklen Wolke vergrößerte. Aus der Wolke zuckte ein Blitz auf die Burg, der von tiefen Donnergrollen begleitet wurde. Die Burg, so die Sage, [[typ: | + | Zum weiteren Saufen zog sich die Schar in den Burgsaal zurück, wo bald alle Trunkenbolde einschliefen. Gegen Morgen zeigte sich im Westen am Himmel ein kleiner schwarzer Punkt, der sich bald zu einer großen dunklen Wolke vergrößerte. Aus der Wolke zuckte ein Blitz auf die Burg, der von tiefen Donnergrollen begleitet wurde. Die Burg, so die Sage, versank mit dem Ritter Piethan und seiner Meute und wurde nie mehr gesehen. |
| - | //Quelle: Sagen aus dem Dürener Land, Raubritter Piethan, Gerhard Bahnschule, Rath, in Heimatjahrbuch | + | //Quelle: Sagen aus dem Dürener Land, in [[buch: |
| - | {{tag> | + | ---- |
| + | {{tag> | ||
sagen/piethan.1599665235.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
