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sagen:otmarvolckssagen020

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-====== Das Hühnenblut (Otmar) ======+====== Das Hühnenblut ======
  
 Zwischen dem magdeburgischen Städtchen [[geo:Egeln]] und dem Dorfe [[geo:Westeregeln]], unweit des Hakels, findet sich, in einer flachen Vertiefung, rothes Wasser, welches das Volk: „das Hühnenblut“ nennt. Zwei Sagen erklären das Phänomen. Zwischen dem magdeburgischen Städtchen [[geo:Egeln]] und dem Dorfe [[geo:Westeregeln]], unweit des Hakels, findet sich, in einer flachen Vertiefung, rothes Wasser, welches das Volk: „das Hühnenblut“ nennt. Zwei Sagen erklären das Phänomen.
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 **Erste Sage** **Erste Sage**
  
-„Ein Hühne, oder [[wesen:Riese]], floh’ einst, von einem andern Hühnen verfolgt, überschritt die [[region:Elbe]], und als er in die Gegend kam, wo jetzt [[geo:Egeln]] liegt, blieb er mit dem einen Fuße, den er nicht hoch genug aufhob, an der Thurmspitze der alten Burg hangen, stolperte, erhielt sich noch ein Paar tausend Fuß zwischen Fall und Aufstehn, stürzte aber doch endlich nieder. Seine Nase traf gerade auf einen großen Feldstein bei [[geo:Westeregeln]], mit solcher Gewalt, daß er das Nasenbein zerschmetterte, und ein Strom von Blut ihm entstürzte, dessen Ueberreste noch jetzt zu sehen sind.“+„Ein [[wesen:huene|Hühne]], oder [[wesen:Riese]], floh’ einst, von einem andern Hühnen verfolgt, überschritt die [[region:Elbe]], und als er in die Gegend kam, wo jetzt Egeln liegt, blieb er mit dem einen Fuße, den er nicht hoch genug aufhob, an der Thurmspitze der alten Burg hangen, stolperte, erhielt sich noch ein Paar tausend Fuß zwischen Fall und Aufstehn, stürzte aber doch endlich nieder. Seine Nase traf gerade auf einen großen Feldstein bei Westeregeln, mit solcher Gewalt, daß er das Nasenbein zerschmetterte, und ein Strom von Blut ihm entstürzte, dessen Ueberreste noch jetzt zu sehen sind.“
  
  
 **Zweite Sage** **Zweite Sage**
  
-„Ein [[wesen:riese|Hühne]] wohnte in der Gegend von [[geo:Westeregeln]]. Oft machte er sich das Vergnügen, über das Dorf und seine kleinen Bewohner wegzuspringen. Bei einem Sprunge aber ritzte er seine große Zehe an der Thurmspitze, die er berührte. Das Blut sprützte aus der Wunde in einem tausendfüßigen Bogen, bis in die Lache, in der sich das nieversiegende Hühnenblut sammelte.“ +„Ein Hühne wohnte in der Gegend von Westeregeln. Oft machte er sich das Vergnügen, über das Dorf und seine kleinen Bewohner wegzuspringen. Bei einem Sprunge aber ritzte er seine große Zehe an der Thurmspitze, die er berührte. Das Blut sprützte aus der Wunde in einem tausendfüßigen Bogen, bis in die Lache, in der sich das nieversiegende Hühnenblut sammelte.“ 
  
 //Quelle: [[autor:johann_karl_christoph_nachtigal|Johann Karl Christoph Nachtigal]]: [[buch:volckssagen|Volcks-Sagen]]. Wilmans, Bremen 1800, Seite 269;// //Quelle: [[autor:johann_karl_christoph_nachtigal|Johann Karl Christoph Nachtigal]]: [[buch:volckssagen|Volcks-Sagen]]. Wilmans, Bremen 1800, Seite 269;//
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-{{tag>sagen otmar volckssagen egeln riese huehne flucht westeregeln v2}}+{{tag>sagen otmar volckssagen hakel egeln huene flucht blut westeregeln v2}}
sagen/otmarvolckssagen020.1707319656.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)