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sagen:otmarvolckssagen020

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 ====== Das Hühnenblut ====== ====== Das Hühnenblut ======
-    Otmar S. 267–270. 
  
-Zwischen dem magdeburgischen Städtchen [[geo:Egeln]] und dem Dorfe [[geo:Westeregeln]], unweit des Hakels, findet sich in einer flachen Vertiefung rothes Wasser, welches das Volk: Hühnenblut nennet.+Zwischen dem magdeburgischen Städtchen [[geo:Egeln]] und dem Dorfe [[geo:Westeregeln]], unweit des Hakels, findet sichin einer flachen Vertiefungrothes Wasser, welches das Volk: „das Hühnenblut“ nennt. Zwei Sagen erklären das Phänomen.
  
-Ein [[typ:riese|Hühne]] [[typ:flucht|floh]] verfolgt von einem andern, überschritt die [[region:Elbe]] und als er in die Gegend kam, wo jetzo [[geo:Egeln]] liegt, blieb er mit einem Fuße, den er nicht genug aufhob, an der Thurmspitze der alten Burg hangen, stolperte, erhielt sich noch ein Paar tausend Fuß zwischen Fall und Aufstehen, stürzte aber endlich nieder. Seine Nase traf gerade auf einen großen Feldstein bei [[geo:Westeregeln]] mit solcher Gewalt, daß er das Nasenbein zerschmetterte und ihm ein Strom von Blut entstürzte, dessen Ueberreste noch jetzt zu sehen sind. 
  
-Nach einer zweiten Erzählung, wohnte der [[typ:riese|Hühne]] in der Gegend von [[geo:Westeregeln]]. Oft machte er sich das Vergnügen, über das Dorf und seine kleinen Bewohner wegzuspringen. Bei einem Sprung aber ritzte er seine große Zehe an der Thurmspitze, die er berührte. Das Blut sprützte aus der Wunde in einem tausendfüßigen Bogen, bis in die Lache, in der sich das nieversiegende Hühnenblut sammelte. +**Erste Sage**
  
-//Quelle: [[autor:johann_karl_christoph_nachtigal|Johann Karl Christoph Nachtigal]]: [[buch:volckssagen|Volcks-Sagen]]; Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S4231816//+„Ein [[wesen:huene|Hühne]], oder [[wesen:Riese]], floh’ einst, von einem andern Hühnen verfolgt, überschritt die [[region:Elbe]], und als er in die Gegend kam, wo jetzt Egeln liegt, blieb er mit dem einen Fuße, den er nicht hoch genug aufhob, an der Thurmspitze der alten Burg hangen, stolperte, erhielt sich noch ein Paar tausend Fuß zwischen Fall und Aufstehn, stürzte aber doch endlich nieder. Seine Nase traf gerade auf einen großen Feldstein bei Westeregeln, mit solcher Gewalt, daß er das Nasenbein zerschmetterte, und ein Strom von Blut ihm entstürzte, dessen Ueberreste noch jetzt zu sehen sind.“ 
 + 
 + 
 +**Zweite Sage** 
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 +„Ein Hühne wohnte in der Gegend von Westeregeln. Oft machte er sich das Vergnügen, über das Dorf und seine kleinen Bewohner wegzuspringen. Bei einem Sprunge aber ritzte er seine große Zehe an der Thurmspitze, die er berührte. Das Blut sprützte aus der Wunde in einem tausendfüßigen Bogen, bis in die Lache, in der sich das nieversiegende Hühnenblut sammelte.“  
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 +//Quelle: [[autor:johann_karl_christoph_nachtigal|Johann Karl Christoph Nachtigal]]: [[buch:volckssagen|Volcks-Sagen]]. WilmansBremen 1800, Seite 269;//
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-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 riese egeln westeregeln flucht}}+{{tag>sagen otmar volckssagen hakel egeln huene flucht blut westeregeln v2}}
sagen/otmarvolckssagen020.1676033565.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)