sagen:otmarvolckssagen013
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| - | ====== Die Teufels-Mühle | + | ====== Die Teufels-Mühle ====== |
| Der Gipfel des Rammberges, im [[region: | Der Gipfel des Rammberges, im [[region: | ||
| - | Besonders zeichnet sich eine Felsengruppe auf der höchsten Spitze des Berges aus. Hier liegen mehrere, ziemlich regelmäßige Schichten solcher Granitfelsen, | + | Besonders zeichnet sich eine Felsengruppe auf der höchsten Spitze des Berges aus. Hier liegen mehrere, ziemlich regelmäßige Schichten solcher Granitfelsen, |
| Die Felsenmasse ist in der ganzen Gegend unter dem Namen der Teufelsmühle bekannt. Das Volk erzählt sich davon folgendes. | Die Felsenmasse ist in der ganzen Gegend unter dem Namen der Teufelsmühle bekannt. Das Volk erzählt sich davon folgendes. | ||
| - | „Der Rammberg hat seinen Namen von dem Gott [[gott: | + | „Der Rammberg hat seinen Namen von dem Gott [[gott: |
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| - | Ein [[typ:Müller]] hatte sich am Abhange des Rammberges eine Windmühle erbaut, der es aber von Zeit zu Zeit am Winde fehlte. Bald stieg in ihm der Wunsch auf, eine ganz freistehende | + | Ein Müller hatte sich am Abhange des Rammberges eine Windmühle erbaut, der es aber von Zeit zu Zeit am Winde fehlte. Bald stieg in ihm der Wunsch auf, eine ganz freistehende Mühle auf dem höchsten Gipfel des Berges zu haben, die beständig im Gange bleiben mußte, der Wind kam vom Morgen oder vom Abend, vom Mittag oder Mitternacht. Schwierig aber schien ihm doch für Menschen die Erbauung einer großen Mühle auf einer solchen Höhe, noch schwieriger die Befestigung derselben bei den Stürmen, die gewöhnliches Machwerk wie Stoppeln wegführten. |
| - | Sein immer wiederkehrender Wunsch, und die Vorstellung der Unmöglichkeit der Befriedigung gestatteten ihm weder Tag noch Nacht Ruhe. Und – bald erschien der Teufel, und bot seine Dienste an. Nach langem Dingen und Bieten, verschrieb sich ihm der [[typ:Müller]] nach einem dreißigjährigen Leben, zum Eigenthum; und der Böse versprach dagegen, ihm eine ganz tadelfreie | + | Sein immer wiederkehrender Wunsch, und die Vorstellung der Unmöglichkeit der Befriedigung gestatteten ihm weder Tag noch Nacht Ruhe. Und – bald erschien der Teufel, und bot seine Dienste an. Nach langem Dingen und Bieten, verschrieb sich ihm der Müller nach einem dreißigjährigen Leben, zum Eigenthum; und der Böse versprach dagegen, ihm eine ganz tadelfreie Mühle von sechs Gängen, auf dem Gipfel des Rammberges zu erbauen, und zwar in der nächsten Nacht vor dem Hahnenschrei. |
| - | Der höllische Baumeister thürmte also die Felsen aufeinander, | + | Der höllische Baumeister thürmte also die Felsen aufeinander, |
| - | Schon wollte er zitternd die [[typ:Mühle]] mit der schrecklichen Bedingung übernehmen, | + | Schon wollte er zitternd die Mühle mit der schrecklichen Bedingung übernehmen, |
| - | Wütend über seinen verfehlten Zweck faßte der Teufel das Gebäude, riß Flügel und Räder und Wellen herab, und streute sie weit umher. Dann schleuderte er auch die Felsen, die er hoch bis an die Wolken aufgethürmt hatte, umher, daß sie den ganzen Rammberg überdeckten. Und nur ein kleiner Theil der Grundlage blieb stehen, zum ewigen Denkmal der Teufelsmühle.“ | + | //Quelle: [[autor: |
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