sagen:otmarvolckssagen004
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| + | ====== Die Quäste ====== | ||
| + | Von der [[burg: | ||
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| + | Der Berg, auf dem sich das Raubschloß erhub, ist ringsum von höhern Bergen umkränzt, die es in der Vorzeit zugleich versteckten und schützten; diese sind zum Theil mit Holz bewachsen, zum Theil wie aus schroffen Felsenmassen, | ||
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| + | Folgende Volks-Sage erklärt das Entstehen des Namens der Quästenburg, | ||
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| + | „Einer der uralten Burgherrn hatte eine einzige Tochter. Als das Kind vier oder fünf Jahr alt war, verirrte es sich einst in dem Walde, der die Burg rings umschloß. Am Abend des Tages fand es ein entfernter Köhler nicht weit von seiner Hütte ruhig sitzen, und beschäftigt sich einen kleinen Blumenkranz zu flechten. Er fragte das Kind, woher es komme? wer sein Vater, seine Mutter sey? was es hier suche? Von alle dem wußte das Kind nichts, als daß seine Mutter todt sey, und daß der Vater Kurt heiße. Nun hießen Hunderte der dortigen Landesbewohner Kurt; und dem Köhler blieb nichts übrig, als das Kind, bis er nähere Kunde erhielte, mit in seine Hütte zu nehmen und sein zu pflegen. | ||
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| + | Der Burgherr, trostlos über den Verlust seines Kindes, hatte unterdeß alle seine Knappen und Dienstleute aufgeboten, um sein verlohrnes, einziges Töchterchen zu suchen. Nach langem vergeblichen Umherirren und Suchen der Knappen, und nach vielen kummervollen Tagen, fanden endlich einige Einwohner von [[geo: | ||
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| + | Der Kranz hieß damals: Quäste. Zum Andenken dieser sonderbaren Begebenheit, | ||
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| + | Dieses Volksfest dauert wirklich noch fort, und ist vielleicht einzig in seiner Art. | ||
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| + | Am dritten [[zeit: | ||
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| + | Nach einigen Stunden, zieht die ganze versammelte Menge, unter weitschallender Musik, in Procession den Berg herab, und nach dem Hause des Predigers in Questenberg, | ||
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