sagen:otmarvolckssagen003
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| - | „[[vip:ernst_vii._von_hohnstein|Graf Ernst von Klettenberg]]((Vielleicht derselbe Graf, dessen Denkmal man in der Klosterkirche zu [[geo: | + | „[[vip:ernstviivonhohnstein|Graf Ernst von Klettenberg]]((Vielleicht derselbe Graf, dessen Denkmal man in der Klosterkirche zu [[geo: |
| - | Viele Stunden tranken die geprüften Ritter, bis sich der Sieg mehr entschied, und hier einer, dort einer erlag unter der Last der ungeheuern Humpen, und, unter der lauten Hohnlache der Zecher, als Schwächling niedergelegt wurde auf den Fußboden des Saals. Endlich blieben noch vier der sogenannten Edeln auf dem Kampfplatz. Doch drei von ihnen lehnten an der Wand, und triumpfirten mit lallender Zunge, daß die Willkommen den zitternden Händen nicht entsanken. Nur [[vip: | + | Viele Stunden tranken die geprüften Ritter, bis sich der Sieg mehr entschied, und hier einer, dort einer erlag unter der Last der ungeheuern Humpen, und, unter der lauten Hohnlache der Zecher, als Schwächling niedergelegt wurde auf den Fußboden des Saals. Endlich blieben noch vier der sogenannten Edeln auf dem Kampfplatz. Doch drei von ihnen lehnten an der Wand, und triumpfirten mit lallender Zunge, daß die Willkommen den zitternden Händen nicht entsanken. Nur Ernst von Klettenberg stand noch auf freien Füßen, und ergriff siegprangend die goldne Kette, die auf dem Tisch lag, und hing sie sich um den Hals.((Zur Vergleichung dieses Trinkgelags mag hier eine Stelle aus: „Beckers Geschichte der Hochmeister in Preußen (1798)“ stehen. „1351 wurde der Hochmeister Winrich von Kniprode installirt. Bei dem Ehrenmahl muste jeder Gast ein silbernes Becken mit acht Weinflaschen, |
| - | Um sich dem Volk als Sieger zu zeigen, wankte er aus dem Gemach, und befahl sein Roß vorzuführen. Vier Knappen hoben ihn herauf; und so ritt er, unter dem Gekreisch der hinzuströmenden Menge, durch das Städtlein, um nach Klettenberg heimzukehren. – Als er durch die Vorstadt ritt, hörte er in der Kirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, die Vesper singen. | + | Um sich dem Volk als Sieger zu zeigen, wankte er aus dem Gemach, und befahl sein Roß vorzuführen. Vier Knappen hoben ihn herauf; und so ritt er, unter dem Gekreisch der hinzuströmenden Menge, durch das Städtlein, um nach Klettenberg heimzukehren. – Als er durch die Vorstadt ritt, hörte er in der Kirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, die Vesper singen. Graf Ernst, in seinem Taumel, ritt durch das offenstehende Kirchthor ein, mitten durch die versammelte Gemeinde hindurch, bis vor den Altar. Der Gesang der Andacht ging in starres Anstaunen, und bald in wildes Geschrei über. |
| - | Aber nicht lange freute | + | Aber nicht lange freute Graf Ernst sich seines |
| Zum ewigen Andenken wurden diese vier Hufeisen an die Kirchthür angenagelt, wo sie Jahrhunderte lang angestaunt wurden, wegen ihrer Größe und der schauerlichen Sage. ((Seit einigen Jahren befinden sich diese Denkmäler der Vorzeit in dem Inspektorat zu Elrich, da jene Kirche eingestürzt ist. | Zum ewigen Andenken wurden diese vier Hufeisen an die Kirchthür angenagelt, wo sie Jahrhunderte lang angestaunt wurden, wegen ihrer Größe und der schauerlichen Sage. ((Seit einigen Jahren befinden sich diese Denkmäler der Vorzeit in dem Inspektorat zu Elrich, da jene Kirche eingestürzt ist. | ||
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