sagen:ohsb215
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| + | ====== Gott gnade der Seele! ====== | ||
| + | Dieser fromme Spruch steht auf manchem Leichenstein geschrieben und hat alsdann seinen guten Sinn für jeden ernsten Menschen, der lange danach liest, wer darunter begraben liegt. | ||
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| + | Gott gnade der Seele steht aber auch über einer Schießscharte in einem Stein des nordöstlichen Eckturmes der Büdinger Stadtmauer eingehauen. Kein Name ist dabei genannt und doch weiß man noch heutzutage, was die Inschrift bedeuten soll. Als nämlich der Turm gemauert wurde und auf den hohen Holzgerüsten die Arbeiter emsig ihr Werk verrichteten, | ||
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| + | Barsch fuhr er sie an. »Was bringst du in deinem Korb?« | ||
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| + | »Erbsen«, war die Antwort. | ||
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| + | Da tat der Unmensch einen entsetzlichen Fluch und schrie: »Die mag der Teufel fressen!« Zu gleicher Zeit stieß er mit wütender Heftigkeit mit dem Fuß danach. Allein er verfehlte des Zieles, verlor das Gleichgewicht, | ||
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| + | Von Grauen erfasst, über diesen jämmerlichen Tod und das Gericht Gottes fürchtend, meißelten seine Mitgesellen den genannten Spruch als ein Wahrzeichen auf den Stein, an dem der Frevler zuletzt gearbeitet hatte, und durch denselben hat sich die Kunde dieser Begebenheit bis in die Gegenwart erhalten. | ||
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sagen/ohsb215.1741881702.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch
