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sagen:ohsb083

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-====== Kobold an der Odersbach ======+====== Im Gederner Schloss ======
  
-Bei der sogenannten Runden Wiese zwischen Liederbach und Romrod sind immer spukhafte Dinge vorgegangen. Manch einsamer Wandersmann hat da zur späten Nachtzeit etwas erlebtworan er sein Lebtag gedenken musste. Wenn man nämlich von da nach der Odersbach kommtimmer kurz vor Mitternachtsieht man etwas sich entgegenlaufendas sieht von Weitem aus wie ein Tierin der Nähe wie ein herumschweifender MüllereselEs ist aber ein boshafter Kobold und übler Plagegeistder an den verrufenen Ort gebannt ist und den armen erschrockenen Leuten mit einem Sprung auf dem Rücken hockt, sie ängstigt und irreführtdass sie fast von Sinnen kommen wollenbis die Grenze da istüber die er nicht hinaus darfoder die Stunde zu Ende schlägt, die er zu solch unheimlichem Tun einhalten muss.+Im Gederner Schloss ist es immer nicht ganz geheuer gewesendas könnte man durch viele Geschichten beweisen. 
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 +Eine der alten Fürstinnenwenn mir recht istEleonore mit Namenwar noch nicht lange verheiratet, als sie beim Gehen aus ihrem Schlafgemach ein kleines Graumännchen vor sich fanddas sie mit dem freundlichsten Gesichte von der Welt anblickte, stillschweigend durch das ganze Gebäude begleitete und Tag und Nacht nicht von ihrer Seite wichAußer ihr aber blieb das Graumännchen allen anderen Menschen unsichtbar. Nach einiger Zeit fragte sie ihren Hofkaplan um Ratwas solches Ding bedeute und was sie bei diesem Abenteuer zu tun habe. Der riet ihr, sie solle sich ein Herz fassen, nach seinem Begehr fragen und wenn dieser nichts gegen Gottes Gebot in sich fasseihm dasselbe erfüllen. Dieser Ratschlag deuchte der Fürstin auch gut zu sein. Allein sie konnte es nie über sich gewinnenihn auszuführen. Also begleitete sie das Graumännchenwie eine getreues Hündleinauf Schritt und Tritt lange Jahre. Am Tage aberda es wider Gewohnheit ausblieb, wurde die Fürstin plötzlich unwohl und verstarb eines jähen Todes.
  
 //Quelle: [[buch:ohsb|Oberhessisches Sagenbuch]], Aus dem Volksmund gesammelt von [[autor:bindewald|Theodor Bindewald]]; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873// //Quelle: [[buch:ohsb|Oberhessisches Sagenbuch]], Aus dem Volksmund gesammelt von [[autor:bindewald|Theodor Bindewald]]; Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873//
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