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sagen:oberharz172

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-====== Die Osterjungfrau - 6.Sage ======+====== Die Jungfer auf dem Amte in Osterode ======
  
-Einstmals hat sich eine große Menge junger Leute zusammenrottirtum nach dem Schatzeder in der alten Burg stecken sollzu suchenEin Müllerder noch nicht lange todt oder vielleicht noch am Leben istdamals noch ein unbesonnener kecker Burscheist auch mit dabei gewesenNachdem sie lange gegrabenkamen sie endlich in einen großen Kellerraumder weit hineinging unter den BergWie sie am Ende des Kellers warengruben sie wieder und kamen auch an einen großen Kasten. Der Müllerbursche ist einer von Denen gewesendie den Kasten heraushobenWie sie damit schon fast in der Mitte der Höhle warenerschallte plötzlich hinter ihnen eine furchtbare Stimme: Halt! so nicht! Einen von euch muß ich zum Opfer haben! Da ließen sie den Kasten fallen und stürzten nach dem Ausgange des Kellers zuDa schrie der Teufel: Nehmt das Geld! gebt mir Einenden da mit dem rothen Kamisol! Das ist gerade der Müllerbursche gewesen und er war der Letzte. Indem hatte er ihn schon beim Kopfe, aber gerade wie er ihm denselben umdrehen wollte, besann sich der Bursche noch, daß er schrie: Nein Teufel, mich sollst du nicht haben! und dazu ein Kreuz machteDa warf ihn der Teufel zum Loche hinaus. Seit der Zeit hat dem Müllerburschen beständig das Gesicht nach der Schulter gestanden. Aber in den Keller hat sich seitdem Niemand hineingewagt.+(Niederdeutsch, osteröder Mundart.) 
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 +Up den Amte in [[geo:osterodeharz|Osterode]] sall sek in freuherer Tiet ne Jungfer upeholen hebben, un dä hät alle Nächte speuken egahn, sau dat de Lüe nich hebbet derfor schlapen können. Sau hät düsse Sahke lange Tiet ören Fortgang hat, bet dat mal en Mann ekomen isun hät düssem Dinge ein Enne maket. Düsse Mann sall ein Jesuite west sienun hat bannen könnenEinstmals hät hei up den Amte upepassetun weil sek nu de Jungfer hat seien latenhät'e se in ein von Holt eschnitzelt Bild banntun in eine einsame Kahmer ebrochtVeele Jahre lang hät hier Keiner nich wedder an dat Bild dachtbet dat endlich mal en Mann sek hen wagte, den et emal vertellt wordHei fund ok dat Bildun hei bemeuhe seket runder in sien Zimmer te dragenWeil et aber for öne tau schwar wargung hei runder un wolle gliek en paar Knechte halenWeil hei nu rup kamm mit sienen Knechten, war dat Bild verschwunnen up unerklärlige Wiese un de Knechte meinten all, dat de Spauk von Nien losgünge, aber et hät sek Niks wedder seien latenDe Geist hät jetzt gewiß im Grabe siene Ruhe funnen.
  
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   * //[[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;//   * //[[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;//
-  * //[[https://www.projekt-gutenberg.org/proehle/harzsag1|Projekt Gutenberg.de]]// 
  
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sagen/oberharz172.1712843911.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)