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sagen:oberharz092

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 ====== Das kleine Klausthal - 1.Sage ====== ====== Das kleine Klausthal - 1.Sage ======
  
-Bei dem jetzigen Klausthal hat früher ein Städtlein gestanden, das hat das kleine Klausthal geheißen und ist sehr wohlhabend gewesen. Aber je reicher die Einwohner geworden sind, desto schlechter und gottloser haben sie sich gezeigt. Darüber hat Gott die Stadt untergehen lassen und an der Stelle, wo die Kirche gestanden hat, ist ein Teich entstanden. Das Thal heißt jetzt noch das kleine Klausthal. In der Mitternacht vom Grünen Donnerstage auf den Charfreitag ist die Kirche an der Stelle regelmäßig zu sehen, zugleich zeigt sich ein Reh, das Niemand jagen darf. Einst verführte der Bergmönch einen Bergmann, die Zeit zu verschlafen, und da ging er dann einen Weg, der über den Teichdamm war. Da stand die Kirche da vom kleinen Klausthal, und weil er sich sehr darüber verwunderte, so ging er hinein, kannte aber Niemand von den Leuten, die darin waren, auch nicht den Prediger. Drauf wurde er vom Bergmönch, der ihm da wieder erschien, hinausgeführt, und als er weiter gegangen war, waren Kirche und Steg verschwunden.+Bei dem jetzigen [[geo:clausthal|Klausthal]] hat früher ein Städtlein gestanden, das hat das kleine Klausthal geheißen und ist sehr wohlhabend gewesen. Aber je reicher die Einwohner geworden sind, desto schlechter und gottloser haben sie sich gezeigt. Darüber hat Gott die Stadt untergehen lassen und an der Stelle, wo die Kirche gestanden hat, ist ein Teich entstanden. Das Thal heißt jetzt noch das kleine Klausthal. In der Mitternacht vom [[zeit:gründonnerstag|Grünen Donnerstage]] auf den [[zeit:karfreitag|Charfreitag]] ist die Kirche an der Stelle regelmäßig zu sehen, zugleich zeigt sich ein Reh, das Niemand jagen darf. Einst verführte der [[wesen:Bergmönch]] einen Bergmann, die Zeit zu verschlafen, und da ging er dann einen Weg, der über den Teichdamm war. Da stand die Kirche da vom kleinen Klausthal, und weil er sich sehr darüber verwunderte, so ging er hinein, kannte aber Niemand von den Leuten, die darin waren, auch nicht den Prediger. Drauf wurde er vom Bergmönch, der ihm da wieder erschien, hinausgeführt, und als er weiter gegangen war, waren Kirche und Steg verschwunden.
  
-//Quellen://  +//Quelle: [[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;//
-  * //[[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;//+
  
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-{{tag>sagen proehle sagenoberharz harz clausthal karfreitag reh bergmönch bergmann gründonnerstag v1}}+{{tag>sagen proehle sagenoberharz harz clausthal karfreitag reh bergmönch bergmann gründonnerstag v2}}
sagen/oberharz092.1712752241.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)