sagen:martin_pumphut
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| - | ====== Martin Pumphut ====== | ||
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| - | Sein Name rührt her von einem großen spitzen Hut, den er zu tragen pflegte und der ihn überall kenntlich machte. Manche nannten ihn auch Graumännchen, | ||
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| - | Martin Pumphut ist geboren in dem kleinen Dörfchen Spuhle bei Hoyerswerda. Bald nach seiner Geburt verschwand er einmal aus der Wiege, in der man statt seiner eine große, aber unschädliche Schlange fand. Die erschrockenen Eltern eilten sofort in alle Himmelsgegenden, | ||
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| - | Als er sechs Jahr alt war, zog eine Zigeunerbande durch das Dorf. Eine [[volk: | ||
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| - | Der Knabe wuchs nun heran, lernte außer seiner wendischen Muttersprache auch noch die deutsche und zeichnete sich bald durch Schlauheit und Neigung zu lustigen Streichen vor seinen Altersgenossen aus. Auch will man Nachts, wenn er schlief, sonderbare Gestalten über seinem Haupte schweben gesehen haben, und wo er im Dunkeln ging, umhüpften ihn Flämmchen. | ||
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| - | Als er erwachsen war, lernte er die Müllerprofession und führte von nun an ein lustiges Wanderleben, | ||
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| - | Zu seinen übernatürlichen Künsten gehörte, daß er auf papiernen Kähnen die Flüsse passierte; Elbe, Saale und Mulde hat er auf diese Weise überschritten. Zuweilen ritt er auf einer großen Heuschrecke durch die Luft. In Budissin zerschnitt er einen Mühlstein, was man noch heute daselbst in der großen Mühle abgebildet sehen kann. | ||
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| - | Bei Dresden setzte er einmal bei großer Windstille alle Windmühlen in Bewegung, indem er durch ein Nasenloch blies, während er das andere zuhielt. | ||
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| - | Als er durch Volkersdorf wanderte, zimmerte man eben eine Mühlwelle. Er bemerkte im Vorübergehen, | ||
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| - | Zu Heiligenbeil schleuderte er seine Axt an den Kirchturm, wo sie noch heute zu sehen ist. | ||
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| - | In Leipzig ließ er im Gasthofe zum goldenen Siebe am hellen Tage zur Meßzeit eine Menge Hasen aus dem Kacheltopfe heraus- und wieder hineinspazieren. | ||
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| - | Den Müllern, die ihm das übliche Geschenk verkürzten oder verweigerten, | ||
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| - | Zu Wallengrün im Voigtlande zauberte er alle Fliegen, die im Zimmer waren, in seinen Hut, um ungestört essen zu können. | ||
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| - | Einst wandert er ermüdet auf der Landstraße einher. Da kommt ein Roßtäuscher mit Pferden geritten. Laß mich ein Stück mitreiten, Kamerad, bittet ihn Pumphut. Aber der große Kerl hört gar nicht auf die Bitte des Ermüdeten. Dafür fand er am nächsten Morgen im Stalle statt seiner Pferde - Strohwische. | ||
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| - | Lange Zeit hielt er sich beim person: | ||
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| - | Uebrignes soll Martin Pumphut auch früher schon zu [[geo: | ||
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| - | //Quelle: Karl Haupt: Sagenbuch der Lausitz. Gekrönte Preisschrift. Erster Theil: Das Geisterreich. Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1862, Nr. 220, S. 185-187.// | ||
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sagen/martin_pumphut.1579993008.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
