sagen:luther_in_orlamuende
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| - | Luther in Orlamünde. | ||
| - | S. Greß a. a. O. S. 112 fg. | ||
| - | Während Dr. Martin Luther auf der Wartburg war, hatte bekanntlich der Magister Andreas Bodenstein, von seiner Geburtsstadt in Franken Karlstadt genannt, in Wittenberg [402] eine Secte gegründet, welche aus Mißverstand der kirchlichen Freiheit die Bilder in den Kirchen verbrannte, die Altäre zerstörte und andern Unfug anfing. Luther predigte nach seiner Rückkehr mit so gutem Erfolge gegen diese Sectirer, daß sie genöthigt wurden, die Stadt zu verlassen. Karlstadt zog sich nun auf kurze Zeit in seinen Bauerhof zu Segrehna, einem Dorfe bei Wittenberg, zurück, allein bald begab er sich unter dem Vorwande, die Pfarrstelle zu Orlamünde sei geistliches Lehen des Allerheiligenstiftes zu Wittenberg, dessen Archidiaconus er gewesen war, nach Orlamünde und wußte dort den größten Theil der Bürgerschaft durch seine feurigen Predigten genau so für sich einzunehmen, | ||
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| - | Wegen dieses Benehmens gegen Luther erließ nun der Churfürst einen scharfen Verweis gegen den Stadtrath, Karlstadt aber mußte die Stadt verlassen. Man erzählt nun, Luther habe im Zorn gegen die ungastliche Stadt den schweren Fluch gegen dieselbe ausgestoßen, | ||
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| - | Autor: Johann Georg Theodor Grässe | ||
| - | Titel: Luther in Orlamünde | ||
| - | aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, | ||
| - | Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage | ||
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