sagen:juelichervolkskunderur173
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| - | Ehe man von [[geo: | + | Ehe man von [[geo: |
| „Op dem Steen“ im Oberdorfe von Gey zeigte sich oft abends eine weiße Frauengestalt mit lang herabwallendem Schleier. Sie wanderte durch die Wiesen. Keiner durfte sie auf ihren Gängen anreden. Das wagte auch nicht leicht jemand, denn jeder fürchtete sich vor ihr. | „Op dem Steen“ im Oberdorfe von Gey zeigte sich oft abends eine weiße Frauengestalt mit lang herabwallendem Schleier. Sie wanderte durch die Wiesen. Keiner durfte sie auf ihren Gängen anreden. Das wagte auch nicht leicht jemand, denn jeder fürchtete sich vor ihr. | ||
| - | Im Hochwalde zwischen Gey und dem Hofe Harth erschien auf dem alten Römerwege zu gewissen Zeiten eine schöne Jungfrau. Nur in der Zeit vom Einbruche der Dunkelheit bis zum Morgengrauen ließ sie sich sehen. Sie trug ein schwarzes Gewand, der lange Schleier aber war schneeweiß. Ein Mann aus Gey, der abends von Merode von der Arbeit kam, sah die schwarz gekleidete, weiß verschleierte Dame, die schweigend an ihm vorüberging und ihn in Ruhe ließ. Ein junger Mann trat ihr keck in den Weg, und ein Faustschlag streckte ihn zu Boden. Als er sich gleich erzürnt erhob, war sie nirgends mehr zu sehen. | + | Im Hochwalde zwischen Gey und dem Hofe Harth erschien auf dem alten Römerwege zu gewissen Zeiten eine schöne Jungfrau. Nur in der Zeit vom Einbruche der Dunkelheit bis zum Morgengrauen ließ sie sich sehen. Sie trug ein schwarzes Gewand, der lange Schleier aber war schneeweiß. Ein Mann aus Gey, der abends von [[geo:Merode]] von der Arbeit kam, sah die schwarz gekleidete, weiß verschleierte Dame, die schweigend an ihm vorüberging und ihn in Ruhe ließ. Ein junger Mann trat ihr keck in den Weg, und ein Faustschlag streckte ihn zu Boden. Als er sich gleich erzürnt erhob, war sie nirgends mehr zu sehen. |
| Einmal wollte ein Handwerker früh morgens nach Schlich zur Arbeit. Es war zur Zeit des Morgengrauens; | Einmal wollte ein Handwerker früh morgens nach Schlich zur Arbeit. Es war zur Zeit des Morgengrauens; | ||
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| Noch vielen anderen ist sie erschienen. Sie wollte gerne erlöst sein. Ein junger Mann, der auch am frühen Morgen des Weges kam, fing beim Anblicke der Jungfrau in seiner Angst laut an zu beten. Die Jungfrau wich ihm nicht aus dem Wege. In seiner Verwirrung stieß er endlich einen Fluch aus, und alsbald war sie weg aus seinen Augen. | Noch vielen anderen ist sie erschienen. Sie wollte gerne erlöst sein. Ein junger Mann, der auch am frühen Morgen des Weges kam, fing beim Anblicke der Jungfrau in seiner Angst laut an zu beten. Die Jungfrau wich ihm nicht aus dem Wege. In seiner Verwirrung stieß er endlich einen Fluch aus, und alsbald war sie weg aus seinen Augen. | ||
| - | //Quelle: Heinrich Hoffmann | + | // |
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