sagen:hsw156
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| + | ====== Geist in der Mühle ====== | ||
| + | Im Nebenbau einer Mühle bei Brensbach suchte lange ein Geist. Damit hatte es folgende Bewandtnis. Es lebte in dieser Mühle vor langer Zeit ein Müller, der sich mit einer lüderlichen Weibsperson herumtrieb, und war doch ein verheirateter Mann. Seine Frau, ein gutes und sanftes Weib, grämte sich so, dass sie starb. Als sie auf dem Totenbett lag, ließ sie ihren Mann vor sich kommen und sprach, sie wolle ihm alles vergeben, was er ihr Leides getan und er könne ja nach ihrem Tod heiraten, wen er wolle, nur solle er ihr schwören, jene lüderliche Person nicht zu ihrer Nachfolgerin zu machen. Der Müller tat den Schwur und vermaß sich, dass er im Grab keine Ruhe haben wolle, so er ihn bräche. Die Frau lag aber kein halbes Jahr in der Erde, so war alles vergessen und er führte seine Beischläferin als sein Weib in die Mühle. Das tat aber keinem gut. Drei Tage nach der Hochzeit starb er und von dem Tage an, wo man ihn begraben hatte, ging er am hellerlichten Tag als schwarzer Geist in der Mühle herum und warf alles drunter und drüber. Das Unwesen dauerte Jahre lang fort, als die Mühle schon längst in andere Hände gekommen war. Endlich fand sich ein Geisterbanner, | ||
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| + | Später kam ein anderer Zauberer, der war viel klüger und mächtiger als der erste. Er zitierte das Gespenst und befahl ihm, die Mühle auf immer zu verlassen. Da bat und flehte es gar jämmerlich, | ||
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