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sagen:hsw095

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-====== Weißes Wiesel ======+====== Das weiße Mäuschen ======
  
-Zwei Schäferknaben hüteten ihre Herde auf einer Höhe bei ReichelsheimWeil es ein heißer Tag warlegte sich der eine unter einen Holunderbusch und schlief ein. Der andere lief herum und spielteda sprang plötzlich vor ihm aus einem kleinen Haufen zusammengelesener Steine ein schneeweißes Wieselchen hervor und lief schnell fort auf den Busch zu, wo der Schäferjunge schliefDer andere sprang flüchtig hinter ihm drein und glaubte es schon zu fassenda lief das Tierlein an dem Schlafenden hinauf und schlüpfte ihm zum offenen Munde hineinZugleich wachte der Knabe auf und schalt seinen Kameraden, dass er ihn geweckt hatte. Es habe ihn gerade so schön geträumt, von einem hohen steinernen Schlossin dem er herumgegangen und worin so viel Pracht und Herrlichkeit gewesen seidass er es gar nicht beschreiben könne.+Ein junger Mensch in Hirschhorn wurde allnächtlich vom Alb heimgesuchtSeine Mutter konnte das zuletzt nicht mehr ansehen und suchte Rat dagegenden sie auch bald fand. Sie verabredete sich mit ihrem Sohn, er solle ihr ein Zeichen geben, wenn er des Albs Ankunft gewahre, breitete, als er abends im Bett lag, ein weißes Tuch über ihn und hielt sich in der NäheEs dauerte nicht lange, so schlüpfte der Alb durch das Schlüsselloch herein, der Sohn gab das Zeichen und war im selben Augenblick auch schon seiner ohnmächtigfing an zu seufzen und zu wimmernDa sprang die Mutter hinzu, schlug rasch die vier Zipfel des weißen Tuches zusammen und legte es in eine Schublade der Kommode. Den Schlüssel ließ sie stecken. Zugleich atmete ihr Sohn tief auf, als ob eine zentnerschwere Last von seiner Brust genommen sei. Daraus ersahen sie, dass es ihnen geglückt war, den Alb zu fangen. 
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 +In derselben Stunde aber starb in Erbach plötzlich ein Mädchen, ohne dass man wusste, was für eine Frechheit es gehabt haben könne. Es ward gekleidet und auf Bahre gelegt und sollte begraben werden. Da traf sich esdass der Bursche in Hirschhorn, der schon zwei Nächte vom Alb frei geblieben war, am dritten Tag zufällig den Schlüssel von der Schublade abzogworin das Tuch lag. Sogleich schlupfte ein weißes Mäuschen aus dem Schlüsselloch und lief zur Tür hinaus. Zur selben Stunde wollte man den Sarg des Mädchens in Erbach schließen, da fuhr ein weißes Mäuschen zur Tür herein und in den Mund der Totenwelche alsbald die Augen weit öffnete und nicht wenig erstaunt war, sich im Sarg zu finden.
  
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