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sagen:hsw088

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-====== Alb erwischt ======+====== Die zwei Herren von der Glauburg ======
  
-Ein Arbeitsmann hatte nachts keine Ruhe vor dem Alb, war indes endlich müde und nahm sich vor, wenn er wieder kämedann wolle er ihn packenum zu sehenwer ihm den Tort antueIn der folgenden Nacht kam der Alb nach gewohnter Weiseihn zu plagenEr aber fasste schnell seine Decke zusammenholte sein Lichtwelches er schon bereitgestellt hatte, und öffnete vorsichtig die DeckeUnd was fand er? Einen Pantoffel. +Am Tage der Kirchweih fanden sich vor alters jährlich in Stockheim zwei fremde Herrenwelche niemand kanntein unbekannter Trachtaber sehr stattlich gekleideteinSie scherzten mit den Mädchentanzten viel und schön, und waren überhaupt recht lustigDabei betrugen sie sich aber so anständigdass man wohl sahsie seien was Rechtes. Auch waren sie bei allen Kirchweihgästen recht beliebt, denn sie gaben viel zum Besten. Sie kamen stets miteinander, und immer zur nämlichen Stunde, gegen Abend, beim Feste an. Sie waren immer plötzlich beim Tanze da, und niemand sah sie je von der Straße her und zur Tür hereinkommen. Länger aber als eine halbe Stunde vor Mitternacht blieben sie nicht und niemand sah sie weggehen. So unbemerkt sie hereingekommen, so unbemerkt verschwanden sie wieder. Das reizte die Neugierde vielerAls sie eines Jahres wieder am Kirchweihfest beim Tanz waren, bot sich ihnen ein Bursche aus Stockheim zum Begleiter auf ihrem Heimweg an, was sie auch annahmenSie gingen mit ihm nach der Glauburg zu und erstiegen mit ihm den Berg. Als sie oben angekommenstanden sie vor einem breiten viereckigen Loch im Bodendurch welches sie hinab in eine ungeheuere Tiefe sahen, auf deren Grund ein kristallheller Teich sich spiegelte. Da stürzten sich die beiden Fremden in jenes Loch hinab in den Teich, dass der Bursche sie nicht mehr sah. Der Bursche hatte aber den einen, als er sich zum Sturz in die Tiefe anschickte, an der Hand gefasst, um ihn zurückzuhalten, was ihm jedoch nicht gelangDenn der Fremde riss sich los und ließ ihm nur seinen Handschuh in der Hand, den er noch vom Tanz her anhatte. Da lief der Bursche in großer Angst zurück nach Stockheim zum Tanz, wo er den Handschuh vorzeigte und erzählte, was er gesehen. Die Fremden sind aber nimmer zur Kirchweih gekommen und nimmer gesehen worden.
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-»Gut«sprach er»du sollst mich nicht wieder pantoffeln.« Der Mann nahm Hammer und Nägel und nagelte den Pantoffel an die Türund als er morgens aufstandwas fand er? – Seine Frau, die mit einem Ohr an der Tür festgenagelt hingDa wusste er, wo der Hase im Pfeffer lag.+
  
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