sagen:hsw049
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:hsw049 [2025/01/07 17:17] – ewusch | sagen:hsw049 [2025/01/30 17:53] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Schätze im Auerbacher Schloss ====== | ||
| + | Im Auerbacher Schloss liegen große Schätze vergraben, die waren also verwünscht. Es sollte ein Rabe über das Schloss fliegen und aus dem Schnabel eine Nuss in den Hof fallen lassen. Die Nuss sollte Wurzel fassen und zu einem Baum erwachsen, und aus dem Baum eine Wiege gemacht werden und das Kind, was darin zuerst gewiegt würde, sollte den Schatz heben und die Königstochter erlösen können, welche bei dem Schatze wacht. Als nun alles so gekommen und das Kind zum Mann geworden war, da träumte es ihm dreimal hintereinander, | ||
| + | |||
| + | Des anderen Tags um zwölf Uhr mittags ging der Mann frohen Muts in den Schlosshof. Da tat es abermals einen Schlag und aus demselben dunklen Gang, woraus am vorigen Tag die weiße Frau gekommen war, schoss jetzt eine schreckliche Schlange, die einen Schlüssel im Maul trug, hervor. Darüber erschrak der Mann aber dermaßen, dass er laut »Gott, hilf!« schrie | ||
| + | |||
| + | Der Mann sagte seitdem oft, ihm sei nicht mehr zu helfen, er habe sein Glück verspielt. Die Jungfrau mit den Schätzen kann jetzt nicht eher erlöst werden, bis derselbe Rabe wieder eine Nuss in den Schlosshof hat fallen lassen, aus dem Baum, der aus ihr wächst, eine Wiege gemacht, in dieser ein Kind gewiegt worden ist, und dies zum Mann emporwuchs, der das Werk mit größerer Kühnheit vollbringt. | ||
| // | // | ||
sagen/hsw049.1736266632.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
