sagen:hexensagen28
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| - | ====== Die Hexen aus Vetschau | + | ====== Die Hexen aus Vetschau ====== |
| Mischen | Mischen | ||
| - | Es war einmal eine [[typ:witwe|Wittwe]], welche eine erwachsene | + | Es war bei [[geo:vetschauspreewald|Vetschau]] eine alte Witwe, welche eine Tochter hatte. Das Bauerngut, welches ihnen gehörte, war so groß, dass sie sich auch einen Knecht darauf halten konnten. Derselbe |
| - | Den Tag vor dem ersten Mai sprach die Wittwe | + | Den Tag vor dem ersten Mai sprach die Witwe zu dem Knecht: „Hans, was du heute findest, bringe mit nach Hause.“ Der Knecht zog aufs Feld, um zu pflügen. Die Sonne neigte sich schon dem Untergange, aber der Knecht hatte noch nichts gefunden als einige Steine, welche er bei Seite gelegt hatte. Bei der letzten Furche jedoch, welche er umwendete, fand er eine überaus |
| - | Als er dort angekommen war, fragte die Frau, ob er etwas mitbringe. „Ja,“ sagte Hans, „ich bringe eine Kröte mit.“ Die Frau nahm dieselbe. Als es Abend geworden war, setzten sich alle drei an den Tisch, um [[typ: | + | Als er dort angekommen war, fragte die Frau, ob er etwas mitbringe: „Ja“, sagte Hans, „ich bringe eine Kröte mit.“ Die Frau nahm dieselbe. Als es Abend geworden war, setzten sich alle drei an den Tisch, um Abendbrot |
| - | „Fahre aus, fahre ein,\\ | + | Er schnarchte, dass es in der Stube nur so schallte. Da hörte er die Tochter sagen: „Der Hans schläft am Ende doch nicht, wir wollen ihn mit Nadeln stechen.“ Die Frauen taten es so, aber Hans rührte sich nicht. Darauf nahm die Bauernfrau ihre Kröte, legte dieselbe in einen Tiegel und schmorte sie. Dann bestrich sie jede der Frauen mit dem Krötenfett, |
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| + | „Fahre aus, fahre ein, \\ | ||
| Stoss nirgends darein.“\\ | Stoss nirgends darein.“\\ | ||
| - | Husch! fuhren sie zum Kamin hinaus. Der Hans, welcher nicht geschlafen hatte, sprach jetzt zu sich: „Du willst auch nachfahren.“ Er bestrich sich gleichfalls mit Krötenfett und setzte sich auch rittlings | + | Husch, fuhren sie zum Kamin hinaus. Der Hans, welcher nicht geschlafen hatte, sprach jetzt zu sich: „Du willst |
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| + | Aber endlich kam er doch glücklich zu dem Platz, auf welchem die Hexen tanzten. Dort hörte eine schauerliche | ||
| - | Hans setzte sich auf den Bock. Im Nu ging es auf und davon durch die Lüfte. Unterwegs kam Hans mit seinem Bock an einen breiten Wassergraben. Als der Bock etwa in der Mitte über dem Graben war, verlor Hans bei einem heftigen Ruck seines Bockes die [[typ:Mütze]]. Da rief er ärgerlich aus: „Schwerenoth, | + | Die Bauernfrau sprach zu ihm: „Besteige den Bock und reite heim, aber hüte dich, dass du unterwegs nicht fluchst, sonst geht es dir schlecht.“ |
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sagen/hexensagen28.1673386256.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
